Altenas Bürgermeister will 2020 nicht wieder kandidieren

Altenas Bürgermeister Andreas Hollstein, auf den 2017 eine Messerattacke verübt wurde, will bei der Kommunalwahl in einem Jahr nicht wieder für das Amt antreten. Das teilte der CDU-Politiker, der seit 20 Jahren in dem Amt ist, am Dienstag mit.

10.09.2019, 12:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

Politische Ämter seien immer „Ämter auf Zeit und unsere Demokratie ist durch Wechsel geprägt“, hieß es in einer Erklärung auf der Homepage der Stadt im Sauerland. Die Entscheidung sei ihm emotional sehr schwer gefallen, er wollte jedoch noch einmal die Chance auf eine neue berufliche Herausforderung ergreifen. Außerdem twitterte der 56-Jährige: „Ein Amt hat immer ein Ende. Danke!“

Sein Engagement und offenes Eintreten für die Flüchtlingsaufnahme hatten Hollstein auch Kritik eingebracht. Auch zahlreiche Hassmails und Drohbriefe erreichten ihn nach öffentlichen Auftritten immer wieder.

Im November 2017 war er von einem Mann in einem Imbiss in seiner Heimatstadt mit einem Messer bedroht und leicht am Hals verletzt worden. Der 56-jährige wurde wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt.

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