Altenas Bürgermeister hält wenig von Personenschutz

Der 2017 bei einer Messerattacke verletzte Bürgermeister von Altena, Andreas Hollstein, hält wenig von Personenschutz im kommunalen Bereich. „Bei 14 000 Bürgermeistern, rund einer halben Million Ratsvertreterinnen und noch mehr Mitarbeitern in den Rathäusern ist das nicht machbar“, sagte der 56-Jährige am Freitag der „Westfalenpost“. Er halte es auch nicht für praktikabel. „Ich brauche den direkten Kontakt zum Bürger und der geht meines Erachtens nach nicht mit Personenschutz.“

21.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Altenas Bürgermeister hält wenig von Personenschutz

Der mit einem Messer angegriffene und am Hals verletzte Bürgermeister von Altena, Andreas Hollstein. Foto: Oliver Berg/Archivbild

Hollstein ist unter den Politikern, die am Dienstag eine Morddrohung per Email erhalten hatten. Nach früheren Angaben hatte Hollstein in der Vergangenheit mehrfach Morddrohungen erhalten.

Der Kommunalpolitiker war im November 2017 von einem Mann mit einem Messer attackiert worden. Der Angreifer hatte Hollstein zufolge gesagt: „Ich steche dich ab. Du lässt mich verdursten, aber holst 200 Ausländer in die Stadt.“ Hollstein ist bekannt für sein Engagement für Flüchtlinge. Der Täter erhielt eine Bewährungsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung. Ausdrücklich hatte das Gericht die Tat nicht als politisches Attentat gewertet.

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