Enttäuschender EM-Auftakt für deutsche Fechter

Am ersten Tag der EM sind die deutschen Fechter bei der Medaillenvergabe leer ausgegangen. Spätestens unter den besten 32 war Schluss.

17.06.2019, 16:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Reaktion von André Sanita zum Auftakt der Europameisterschaften in Düsseldorf drückte den ganzen Frust der deutschen Fechter aus. Der Bonner EM-Dritte von 2016 schlug sein Florett nach dem 7:15 gegen den Franzosen Maxime Pauty wütend auf den Boden: Das Aus in der Runde der besten 32 erwischte sie am Montag alle, auch den viermaligen Einzel-Weltmeister Peter Joppich aus Koblenz und Peking-Olympiasieger Benjamin Kleibrink.

„Das Gesamtergebnis ist natürlich enttäuschend“, kommentierte Sportdirektor Sven Ressel den ernüchternden Auftritt des männlichen Florett-Quartetts und der vier Säbeldamen. „Keine Ahnung - für mich ist das unerklärlich“, sagte der 51-Jährige speziell über den 36-jährigen Joppich, der beim 10:15 gegen den Niederländer Daniel Giacon zwischenzeitlich 0:9 hinten lag.

Joppichs Aus kam völlig unerwartet. Dass der Düsseldorfer Kleibrink gegen Italiens Weltmeister Alessio Foconi mit 11:15 ausschied, überraschte nicht wirklich. Am Ende war Joppich als 19. noch bester Deutscher. EM-Neuling Luis Klein vom FC Tauberbischofsheim belegte Platz 23. Kleibrink lag als 26. zwei Ränge vor dem ehemaligen EM-Dritten Sanita.

Noch schlechter waren die Resultate der deutschen Säbelfechterinnen. „Damit können wir nicht zufrieden sein“, bewertete Ressel den Auftakttag in der tristen Atmosphäre der Düsseldorfer Messehalle 8b, in der sich kaum Zuschauer einfanden.

Die ehemalige WM-Fünfte Anna Limbach wurde 19., ihre Dormagener Kollegin Lea Krüger belegte nach einem 2:15-Debakel gegen die dreimalige ukrainische Weltmeisterin Olga Charlan Rang 31. Julika Funke aus Künzelsau (38.) und Ann-Sophie Kindler aus Eislingen (45.) überstanden ihre Auftaktgefechte nicht.

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