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Die Essener Discounter-Kette Aldi putzt ihre Filialen europaweit heraus. Davon profitiert auch die Lüner Kundschaft – an den verschiedenen Standorten. An einer Stelle hakt es allerdings noch.

Lünen

, 09.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Mit dem Abriss und Neubau der Aldi-Filiale an der Viktoriastraße ist es für die Essener Discounter-Kette in Lünen längst noch nicht getan. Dabei handele es sich nur um einen von drei Schritten auf dem von Aldi Nord europaweit eingeschlagenen Modernisierungskurs, sagte Ingo Gebhard am Donnerstag im Gespräch mit unserer Redaktion. Gebhard ist Leiter der Abteilung Immobilien und Expansion bei der Dattelner Aldi GmbH & Co. KG. und für die fünf Aldi-Filialen in der Lippestadt verantwortlich.

Neben der Filiale an der Viktoriastraße in Lünen Mitte befinden sich weitere Läden an der Cappenberger Straße und der Borker Straße in Nordlünen, an der Bebelstraße in Lünen-Süd und an der Mengeder Straße in Lünens größtem Stadtteil Brambauer.

Die Standorte der Aldi-Filialen in Lünen

Von diesen Filialen, sagte Ingo Gebhard, präsentierten sich die an der Cappenberger Straße und der Mengeder Straße in Brambauer bereits in neuem Aussehen. Nun sei, wie bereits am Mittwoch berichtet, die Viktoriastraße an der Reihe. Im Gespräch mit unserer Zeitung präzisierte Gebhard Angaben eines Essener Unternehmenssprechers, was den vorgesehenen Zeitplan des Projekts angeht. Danach soll noch im Oktober dieses Jahres mit dem Abriss der alten Filiale und anschließend mit dem Neubau begonnen werden. Die durchschnittliche Bauzeit betrage etwa sechs Monate. Geplant sei, sagte Ingo Gebhard, dass „wir Anfang April mit dem neuen Laden wieder für unserer Kunden an der Viktoriastraße da sind“. Vorausgesetzt, der Winter werde nicht zu hart, sodass es zu Bauverzögerungen kommt. Das Investitionsvolumen liegt den Angaben zufolge bei einem hohen einstelligen Millionenbetrag.

Warten auf die Baugenehmigung

In einem zweiten Schritt soll laut Gebhard dann die vorhandene Filiale auf dem Firmengelände der regional tätigen Lüner Getränke-Gruppe Gefromm an der Bebelstraße durch einen Neubau ersetzt werden – wobei das Gebäude, in dem sich die Aldi-Filiale zurzeit befindet, nicht abgerissen wird. Eigentümer der Immobilie ist der Unternehmer Jochen Gefromm, der das Gebäude an Aldi vermietet hat und künftig für eigene Zwecke nutzen will. Der Neubau der neuen Aldi-Filiale soll laut Ingo Gebhard „einfach gesagt, nach rechts hinten versetzt stehen“. Bauherr ist Jochen Gefromm, der „schon seit über zwei Jahren mit Aldi an dem Vorhaben arbeitet“. Wie der Unternehmer am Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion sagte, sei der erste Bauantrag von der Stadt im Frühjahr dieses Jahres wegen Kleinigkeiten abgelehnt worden: „Daraufhin habe ich sofort einen zweiten eingereicht, eine Baugenehmigung liegt aber noch nicht vor. Darauf warte ich noch.“ So wie Aldi-Manager Ingo Gebhard.

Nach dessen Angaben beträgt die aktuelle Verkaufsfläche an der Bebelstraße 783 Quadratmeter (qm), mit dem geplanten Neubau soll sie auf rund 800 qm steigen. Und: „Der Neubau ist so konzipiert, dass er uns Erweiterungsmöglichkeiten auf bis zu 1270 Quadratmeter bietet“, sagte Gebhard weiter: „Qualität braucht schließlich Platz.“ Was nicht heißt, dass die Läden mit Waren von vorne bis hinten vollgestopft werden. „Den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechend, werden im Sinne der Modernisierungsstrategie auch die Gänge in den Filialen verbreitert.“ Gefromm und Gebhard hoffen, dass Projekt so schnell wie möglich in Angriff nehmen zu können. Geplant sei, sagte Aldi-Manager Gebhard, dass der Neubau spätestens Mitte 2019 stehe.

Aldi-Filiale in Brambauer soll erweitert werden

In einem dritten Schritt soll nach der Bebelstraße dann der bereits modernisierte Laden in Brambauer erweitert werden. „Die Immobilie gehört uns und verfügt über eine Reservefläche“, so Ingo Gebhard. Nähere Angaben dazu machte er nicht: „Dazu ist es, Stand heute, noch zur früh.“

Wann die Aldi-Filiale an der Borker Straße modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik mit LED-Beleuchtung und Kälteanlagen zum Heizen und Kühlen ausgestattet wird, steht ebenfalls noch nicht fest. Gebhard: „Dafür haben wir noch keinen Plan. Höchste Priorität haben für uns erst einmal die Viktoria- und die Bebelstraße.“

Aldi Nord ist seit Ende 2017 dabei, sich völlig zu verändern. Nach früheren Unternehmensangaben sollen 5000 Filialen in ganz Europa umgebaut werden, allein 3200 in Deutschland. Mit dem Umbau will Aldi Obst und Gemüse länger frisch halten. Durch den Einsatz umweltfreundlicher Technologien soll dabei auch noch Energie eingespart werden. Es handelt sich um das größte Projekt in der Geschichte des Discounters. 30 Filialen werden pro Woche umgebaut: 5,2 Milliarden Euro kostet die ganze Aktion.