Albtraum: Räuber steigt nachts durchs Küchenfenster und würgt Bewohner bis zur Bewusstlosigkeit

dzLandgericht Dortmund

Spektakulärer Überfall in Hamm: Ein maskierter Mann stieg nachts durch das Küchenfenster ein, weckte den Bewohner, bedrohte ihn mit einem Messer, würgte ihn. Der Täter machte große Beute.

Hamm

, 27.11.2019, 08:03 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Dortmunder Landgericht verhandelt seit Dienstag ein Überfall mit Albtraum-Charakter. Der Bewohner einer Wohnung in Hamm lag bereits im Bett und schlief, als sich am 8. März vor seinem Küchenfenster das Unheil zusammenbraute. Ein maskierter Mann schob von außen die Scheibe auf, kletterte in die Küche und bediente sich erst einmal an einem dort stehenden Messerblock.

So bewaffnet lief der Räuber anschließend ins Schlafzimmer, wo er den völlig verdutzten Wohnungsbesitzer weckte und zur Herausgabe von Bargeld aufforderte. Fast 2500 Euro hatte der Mann in bar neben seinem Bett liegen.

Täter würgte Opfer bis zur Bewusstlosigkeit

Doch der Täter war noch nicht zufrieden. Laut Anklage bugsierte er das Opfer ins Wohnzimmer, versetzte diesem Schläge, würgte es bis zur Bewusstlosigkeit und stieß bei seiner Suche nach weiteren Wertsachen schließlich auf eine Sammlung von Silbermünzen. Mehr als 7000 Euro soll diese wert gewesen sein.

Angeklagt vor dem Dortmunder Landgericht ist nun ein 37-jähriger Mann, der offenbar seit Jahren Drogen nimmt. Am Dienstag wirkte er fahrig und gehetzt, dennoch ließ er seinen Verteidiger Dr. Michael von Glahn erklären, der Mandant sei „grundsätzlich aussagebereit“. Nur am allerersten Prozesstag, da wollte er dann doch noch nicht mit den Richtern sprechen.

Die Aussage wird erst kommen, wenn das Opfer als Zeuge vernommen worden ist.

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