Aktivistin aus Hambacher Forst wehrt sich gegen Urteil

Eine Aktivistin aus dem Hambacher Forst wehrt sich seit Freitag in einer Berufungsverhandlung vor dem Kölner Landgericht gegen eine Verurteilung wegen schweren Landfriedensbruchs und Beihilfe zu versuchter Körperverletzung. Die 23-Jährige war im Juli 2018 vom Amtsgericht Kerpen zu einer neunmonatigen Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Nach Auffassung der Richter hatte sie im März andere Aktivisten durch „Trommeln auf einem Lärminstrument“ beim Werfen von Feuerwerkskörpern auf Polizisten angefeuert.

29.03.2019 / Lesedauer: 2 min
Aktivistin aus Hambacher Forst wehrt sich gegen Urteil

Das Landgericht und Amtsgericht in Köln (Nordrhein-Westfalen). Foto: Marius Becker/Archivbild

Der Verteidiger der Frau sagte vor Gericht, der Protest im Hambacher Forst solle kriminalisiert werden. Er kritisierte, seine Mandantin sei wegen Beihilfe zur versuchten Körperverletzung verurteilt worden, obwohl das Verfahren gegen den eigentlichen Böller-Werfer noch nicht einmal eröffnet worden sei. Die Frau war im Oktober 2018 nach über sechs Monaten aus dem Gefängnis entlassen worden. Der nun zuständige Berufungsrichter hatte den Untersuchungshaftbefehl aufgehoben.

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