Aktivisten besetzen Braunkohlebagger: sieben Festnahmen

Die Polizei hat am Sonntag im rheinischen Braunkohle-Tagebau Hambach sieben Menschen festgenommen, die einen Bagger besetzt hatten. Betreiber RWE habe am Morgen die Polizei wegen der Aktion gerufen, teilten die Beamten mit.

23.10.2018, 11:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aktivisten besetzen Braunkohlebagger: sieben Festnahmen

Ein Polizeifahrzeug steht mit Blaulicht auf der Straße. Foto: Patrick Seeger/Archiv

Nach Aufforderung verließ demnach zuerst einer der Besetzer den Bagger. Die übrigen Aktivisten kamen schließlich am Nachmittag nach. Sie ließen sich laut Polizei „widerstandslos in Gewahrsam nehmen“. Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs wurden eingeleitet.

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hatte am 5. Oktober die Rodung des Hambacher Forsts bis zu einem endgültigen Urteil untersagt. Die Polizei hatte daraufhin einen rund dreiwöchigen Großeinsatz beendet. Sie hatte mit Millionenaufwand 86 Baumhäuser geräumt und abgebaut.

Vor dem OVG-Urteil hatte es erbitterte Proteste und große Demonstration gegen die Pläne von RWE gegeben. Der Energiekonzern hatte einen Großteil des verbliebenen Waldes abholzen wollen, um Braunkohle zu baggern.

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