Aktionsplan soll Rettungskräfte besser vor Gewalt schützen

Ein Aktionsplan soll Rettungskräfte in Nordrhein-Westfalen besser vor Gewalt schützen. Zu den ersten Maßnahmen des Plans gehöre ein bereits umgesetzter Meldeerlass, teilte das NRW-Innenministerium am Mittwoch mit. Arbeitgeber von Rettungskräften sind demnach verpflichtet, Fälle von Gewalt gegen Einsatzkräfte und vorsätzliche Beschädigung von Einsatzfahrzeugen und Geräten zu melden.

02.10.2019, 18:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aktionsplan soll Rettungskräfte besser vor Gewalt schützen

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, im Plenum des Landtages. Foto: Henning Kaiser/dpa

In den kommenden drei Jahren sollen weitere Maßnahmen schrittweise umgesetzt werden. So sollen die Retter auf gefährliche Situationen besser vorbereitet werden. „Gewalt gegen Einsatzkräfte ist nicht hinnehmbar. Wir müssen gerade diejenigen schützen, die täglich für uns den Kopf hinhalten“, erklärte Innenminister Herbert Reul (CDU).

Die Landesregierung hat sich mit der Unfallkasse NRW, der Gewerkschaft komba, dem Verband der Feuerwehren NRW, dem Städte- und dem Landkreistag NRW sowie dem Städte- und Gemeindebund NRW auf den Aktionsplan „Gemeinsam gegen Gewalt“ verständigt. Grundlage ist eine mit der Ruhr-Universität Bochum durchgeführte Studie. Die Befragung der Einsatzkräfte hatte ergeben, dass jeder achte Teilnehmer schon einmal Opfer von körperlicher Gewalt geworden ist.

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