Aktionäre zögern bei Angebot zur Metro-Übernahme

Kurz vor Ende der Bieterfrist haben sich bislang nur wenige Investoren für die Annahme des Angebots von Milliardär Daniel Kretinsky für den Handelskonzern Metro entschieden. Damit droht das Bieterkonsortium EPGC an der Mindestannahmeschwelle von 67,5 Prozent zu scheitern. Zum 5. August konnte EPGC lediglich rund 36,5 Prozent der Aktien einsammeln, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag. Darunter sind unter anderem die Anteile des Metro-Großaktionärs Haniel. Die Annahmefrist läuft an diesem Mittwoch um Mitternacht aus.

06.08.2019, 16:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aktionäre zögern bei Angebot zur Metro-Übernahme

Ein Verkehrsschild steht vor einem Metro-Markt. Foto: Federico Gambarini/Archivbild

Mit einem Ergebnis sei voraussichtlich am Freitag zu rechnen, sagte ein Sprecher für das Konsortium. In der Regel bieten interessierte Investoren ihre Aktien erst zum Schluss an.

Der Tscheche Kretinsky und sein slowakischer Partner Patrik Tkac wollen Metro für rund 5,8 Milliarden Euro übernehmen. Aufsichtsrat und Vorstand haben die Offerte aber als zu niedrig zurückgewiesen. Investoren sehen das Angebot seit längerem skeptisch: So blieb der Aktienkurs von Metro seit Bekanntwerden der Kretinsky-Pläne unter der Schwelle von 16 Euro hängen.

Bei einem Scheitern könnte bei Metro vieles auf eine Pattsituation zwischen den drei künftigen Großaktionären hindeuten. Kretinsky kann in diesem Fall jedoch den nächsten Schritt gehen: Mit einem Anteil von mehr als 30 Prozent kann das Konsortium ein Pflichtangebot vorlegen - zu einem deutlich niedrigeren Preis. Haniel hat sich bereits bereit erklärt, auch für weniger Geld zu verkaufen.

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