Im Mordfall Claudia Ruf hat die Polizei endlich eine neue Spur

Ungeklärter Mord

Über 20 Jahre nach dem Mord an Claudia Ruf (11) ist der Täter noch unbekannt. Doch die Sendung Aktenzeichen XY brachte der Polizei neue Hinweise. Einer davon könnte endlich zielführend sein.

Grevenbroich

16.12.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Mordfall Claudia Ruf hat die Polizei endlich eine neue Spur

Seit über zwei Jahrzehnten ist unklar, wer die damals elfjährige Claudia Ruf getötet hat. Die Polizei ermittelt jetzt wieder. © dpa/Archiv

Im Mordfall Claudia Ruf geht die Polizei nach einem Beitrag in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ Hinweisen auf einen Suizid des möglichen Täters nach. Mehrere Anrufer hätten auf drei Suizide über mehrere Jahre verteilt im Wohnort des Opfers aufmerksam gemacht.

Zwei Fälle hätten nicht weitergeführt. Der dritte Suizid sei der Polizei bis dahin nicht bekannt gewesen und werde jetzt untersucht, bestätigte die Polizei Bonn am Montagmorgen. „Bislang konnte der Täter nicht identifiziert werden“, teilte sie mit. Es gebe nach wie vor keine heiße Spur.

Entführt, sexuell missbraucht, getötet

Die damals elfjährige Claudia Ruf war 1996 in ihrem Heimatort Hemmerden bei Grevenbroich entführt, sexuell missbraucht und umgebracht worden. Ihre Leiche wurde 70 Kilometer entfernt auf einem Feldweg in Euskirchen bei Bonn gefunden. Bereits 1997 hatte die ZDF-Sendung über den Fall berichtet.

Die Suche nach dem Mörder war kürzlich wieder aufgerollt worden, weil Profiler neue Ansätze bei dem Fall entdeckt hatten. Die Polizei veranlasste einen DNA-Massentest.

Polizei ordnete Speichelproben an

Zur Zeit werte die Polizei die Speichelproben der über 1000 Männer aus, hieß es. Bei der ersten Phase eines Massen-Gentests in dem Mordfall fehle nur noch von fünf Männern eine Speichelprobe. Es gebe jedoch „keine Verweigerer“, einige Männer seien arbeits- oder urlaubsbedingt nicht anzutreffen gewesen, so die Polizei.

dpa

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