Ärzte kommen nach Tod eines Siebenjährigen vor Gericht

Zwei Düsseldorfer Ärzte müssen sich wegen des Todes eines siebenjährigen Kindes vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 64 Jahre alten Oberarzt und der 31-jährigen Assistenzärztin fahrlässige Tötung vor. Sie sollen als Klinikärzte im Oktober 2016 zwar erkannt haben, dass der Junge an einem Darmverschluss leidet, aber die notwendige Operation nicht angeordnet haben. Der Prozess vor dem Amtsgericht beginnt am 12. Februar, wie das Gericht am Freitag mitteilte.

25.01.2019, 17:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ärzte kommen nach Tod eines Siebenjährigen vor Gericht

Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv

Da der Kinderchirurg des Krankenhauses in Urlaub gewesen sei, habe der Junge in ein anderes Krankenhaus verlegt werden sollen. Der Transportdienst habe sich aber geweigert, das Kind zu fahren. Da die Intensivstation für Kinder voll gewesen sei, sei der Junge auf die Intensivstation für Erwachsene verlegt worden.

Obwohl eine Chirurgin in der Klinik für die dringend notwendige Operation bereitgestanden habe, hätten die beiden Kinderärzte diese nicht angeordnet, heißt es in der Anklage. Der Siebenjährige sei schließlich nach vielen Stunden in der Klinik kollabiert und an den Folgen des Darmverschlusses gestorben.

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