Änderungen ab Februar 2020: Das müssen Verbraucher wissen

Übersicht für Verbraucher

Für Verbraucher gibt es ab Februar 2020 viele Änderungen. Bahncards werden günstiger, das Laden von E-Autos wird teurer. Auch für manche Whatsapp-Nutzer gibt es eine wichtige Neuigkeit.

Hannover

28.01.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 3 min
Änderungen ab Februar 2020: Das müssen Verbraucher wissen

Im Zuge der Mehrwertsteuersenkung im Bahnverkehr bietet die Deutsche Bahn die Bahncards 25 und 50 künftig 10 Prozent günstiger an. © dpa

Der Februar ist dieses Jahr einen Tag länger, die Bahn reduziert die Preise für die Bahncards 25 und 50 und die Briten verlassen die EU – wahrscheinlich. Was sich sonst noch im Februar 2020 ändert, erfahren Sie hier.

Neu ab Februar: Günstigere Bahncards

Kunden der Deutschen Bahn zahlen ab 1. Februar 10 Prozent weniger für die Bahncard 25 und 50. Bund und Länder hatten sich Ende Januar auf die Preissenkung geeinigt. Grundlage für die Vergünstigung ist die Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent, die die Bundesregierung im Zuge des Klimapakets von Ende Dezember für den Bahnverkehr beschlossen hatte.

Durch die 10 Prozent Preisnachlass kostet die Bahncard 25 in der zweiten Klasse statt 62 Euro zukünftig 55,70 Euro, der Preis für die Bahncard 50 in der zweiten Klasse beläuft sich ab Februar auf 229 Euro. Kunden, die eine Bahncard 25 oder 50 noch zum alten Mehrwertsteuersatz gekauft haben, sollen einen Gutschein in Höhe der Differenz erhalten – aber nur, wenn der früheste Geltungstag der 1. Februar 2020 ist.

Bereits seit Anfang des neuen Jahres bietet die Deutsche Bahn günstigere Preise für Bahnfahrten, Sparpreisangebote und die Bahncard 100 an.

Neu ab Februar: Whatsapp-Supportende für alte Betriebssysteme

Ab 1. Februar können Besitzer von Smartphones, auf denen alte Versionen von Betriebssystemen installiert sind, Whatsapp nur noch eingeschränkt benutzen. Der beliebte Messagingdienst stellt den Support für veraltete Versionen von Android und iOS ein. Bereits seit Dezember 2019 gibt es keinen Support mehr für Windows-Phones.

Konkret betroffen sind Geräte, auf denen Android in der Version 2.3.7 und älter oder iOS in der Version 8 und älter installiert ist.

Neu ab Februar: Keine Abofallen mehr dank transparenterer In-App-Käufe

Die Bundesnetzagentur möchte Handynutzer besser vor sogenannten Abofallen schützen. Mobilfunkbetreiber müssen deshalb ab 1. Februar Verbraucher deutlicher darauf hinweisen, wenn sie kurz davor sind, einen Abokauf bei Drittanbietern zu tätigen.

Bisher reichte einfaches Tippen oftmals aus, um kostenpflichtige Angebote und Services, etwa in Spielen und Apps, abzuschließen. Zukünftig sollen sogenannte Redirect-Verfahren dafür sorgen, dass Nutzer auf eine separate Bezahlseite weitergeleitet werden, wo sie den Kauf nochmals bestätigen müssen.

Neu ab Februar: Laden von E-Autos wird teurer

Der Betreiber von Ladesäulen für Elektroautos Ionity zieht die Preise an. Ab 31. Januar kostet das Laden für Kunden ohne Vertrag 0,79 Euro pro Kilowattstunde. Bisher gilt pro Ladevorgang ein Pauschalpreis von 8 Euro. Durch das neue Preismodell erwarten Experten deutliche Verteuerungen an den Ladestationen.

Ionity ist ein Gemeinschaftsunternehmen von VW, Daimler, Ford und BMW und betreibt in Europa rund 200 Ladesäulen.

Weitere Änderungen und Ereignisse im Februar

  • Brexit: Großbritannien verlässt die EU

    Für Verbraucher und Unternehmer in Deutschland ändert sich zunächst nichts, trotzdem ist der Februar 2020 ein historischer Monat mit weitreichenden Folgen für die Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien. Denn: Stimmt das EU-Parlament dem aktuellen Brexit-Deal zu, verlässt Großbritannien die Europäische Union am 31. Januar 2020.

    Allerdings gibt es eine Übergangsphase bis Ende 2020, innerhalb derer die Briten in der Zollunion und dem Binnenmarkt bleiben. Auch ein neues Freihandelsabkommen soll in dieser Zeit ausgehandelt werden.

    Feststeht, dass EU-Bürger nach derzeitigem Stand kein automatisches Bleiberecht für die Zeit nach dem Brexit erhalten. Somit müssten sich EU-Bürger, die in Großbritannien leben, noch innerhalb diesen Jahres um eine Aufenthaltserlaubnis kümmern. Großbritannien verliert ab Februar sein Mitbestimmungsrecht in EU-Institutionen.
  • Bürgerschaftswahl in Hamburg 2020

    Am 23. Februar wählen die Hamburger eine neue Bürgerschaft. Das Landesparlament des Stadtstaates wird derzeit von einem rot-grünen Bündnis um die Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) regiert. Zur Wahl stehen 15 Parteien und Wählervereinigungen. Hamburg ist das einzige Bundesland, in dem 2020 Landtags- beziehungsweise Bürgerschaftswahlen stattfinden.
  • Neue Bestimmungen für Schengen-Visum

    Für Antragsteller eines Schengen-Visums gilt ab 2. Februar 2020 ein neuer Visakodex in allen Mitgliedstaaten. Grundlage ist eine EU-Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juni 2019. Zu den Änderungen für Visumantragsteller gehören laut der Informationswebsite schengenvisainfo.com:
  • höhere Gebühren (von 60 auf 80 Euro beziehungsweise 35 auf 40 Euro)
  • verlängerte Einreichungsfristen für Anträge
  • elektronische Antragsformulare in den meisten Ländern
  • Anwesenheit repräsentativer Behörden jedes Schengen-Mitglieds im Drittland
  • längere Gültigkeit für Antragsteller, die häufig reisen und eine positive Visumshistorie aufweisen

Mit dem Schengen-Visum können Antragsteller aus Drittländern bis zu 90 Tage in 26 Länder reisen, von denen 22 Teil der EU sind.

Schaltjahr 2020: Der Februar hat dieses Jahr 29 Tage

Menschen, deren Geburtstag auf den 29. Februar fällt, werden sich freuen: 2020 dürfen sie an ihrem tatsächlichen Geburtsdatum feiern. Nach zuletzt 2016 ist der Februar in diesem Jahr wieder einen Tag länger und umfasst 29 Tage. Nahezu alle vier Jahre ist Schaltjahr.

RND/pf

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