Klimaschutz und Fleischpreise: Selmer Landwirte und Ältestenrat tauschten sich aus

Zusammentreffen

Beim Treffen der Landwirte und dem Ältestenrat der Stadt ging es unter anderem um die Themen Klimaschutz, Glyphosat und Fleischpreise. Und natürlich um die Veränderung in der Landwirtschaft.

22.11.2019, 17:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Klimaschutz und Fleischpreise: Selmer Landwirte und Ältestenrat tauschten sich aus

Wilhelm Plogmaker führte die Mitglieder aus Politik und Verwaltung sowie des Landwirtschaftlichen Ortsvereins durch seinen Betrieb. © Foto: Malte Woesmann / Stadt Selm

Der Austausch zwischen dem Ältestenrat, bestehend aus Mitgliedern von Politik und Verwaltung, und dem Landwirtschaftlichen Ortsverein hat in Selm Tradition. Am Dienstag, 19. November, hatte der Landwirtschaftliche Ortsverein zur Firma Plogmaker eingeladen, die als Lohnunternehmen für viele Landwirte in Selm und Umgebung im Einsatz ist. Neun Angestellte und zwei Azubis beschäftigt das Unternehmen, dazu 15 bis 20 Aushilfen in der Erntesaison.

Der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsvereins, Friedhelm May, sowie Firmen-Inhaber Wilhelm Plogmaker begrüßten die Gäste. Beide wiesen auf den großen Wandel in der Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten hin. „1979 als wir hier vor Ort begonnen haben, gab es noch 120 Betriebe. Heute sind es bei gleicher Fläche noch 35 landwirtschaftliche Betriebe“, so Wilhelm Plogmaker.

Zwar seien es unterschiedliche Gründe, warum so viele Betriebe nicht mehr existieren, die Landwirte sehen sich aber immer neuen Herausforderungen entgegen gestellt. „Nicht nur das Thema Glyphosat-Verzicht ist eines, was Probleme für die Landwirtschaft vor Ort bringt“, erklärte Friedhelm May.

Wichtiger Austausch

Daher sei der Austausch zwischen Landwirten, Politik und Verwaltung so wichtig, damit Probleme direkt angesprochen werden können. „Wir dürfen den Klimaschutz natürlich nicht außer Acht lassen. Jedoch dürfen wir auch nicht zu hohe Hürden setzen für unsere heimischen Landwirte“, sagte auch Bürgermeister Mario Löhr.

Dass bei Klimaschutz global gedacht werden muss, betonte Friedhelm May. „Damit es in Deutschland günstiges Fleisch zu kaufen gibt, werden in Brasilien Regenwälder abgeholzt“, brachte er ein Beispiel.

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