Adventszeit ist keine Stresszeit, sondern eine Zeit der Vorfreude

dzMeinung am Mittwoch

„Meinung am Mittwoch“ heißt eine Kolumne, in der Gastautoren zu Wort kommen. Sie schreiben über Themen, die ihnen wichtig sind. Heute setzt sich Jutta Beese mit der Adventszeit auseinander.

Lünen

, 12.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Heute ist der 12.12. – die Hälfte der Adventszeit ist vorbei. Bergfest! (...ab jetzt geht es bergab mit der Zeit bis zum Weihnachtsfest...) Und wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie alle Geschenke beisammen? Ist Ihr Weihnachtsbaum schon aufgestellt? Ist das Festtagsmenü geplant? Wann steht wo welcher Verwandtschaftsbesuch an???

STOPP! Durchatmen... Der heutige Tag ist gefühlt kein Bergfest. Ganz im Gegenteil! Unsere christliche Kultur pflegt ein anderes Denken. Die Adventszeit dauert vier Wochen und wir steigern uns bis zum Weihnachtsfest in der Vorfreude, es geht also weiter bergauf!

Wir haben noch genügend Zeit, uns vorzubereiten.

Ich freue mich z.B. noch auf zwei Roratemessen am frühen Donnerstagmorgen um 6:30 Uhr in der St. Marienkirche, bei denen der Kirchraum nur mit Kerzenlicht beleuchtet ist. Oder auf die „Fenster im Advent-Abende“, bei denen sich Menschen bei Familien aus einer unserer Kitas der Pfarrei St. Marien im Garten treffen, zusammen singen, ein liebevoll gestaltetes Fenster bestaunen und gemeinsam den Tag ruhig beschließen. Die Kinder spielen draußen im Garten in der Dunkelheit – wann macht man das schon einmal?

Fastensonntag „Gaudete“

Ein Highlight für mich in der Adventszeit ist der 3. Fastensonntag. Er wird „Gaudete“ – „Freuet euch!“ genannt. Hier schimmert schon der Glanz des Weihnachtsfestes durch. Die liturgische Farbe des Messgewandes wechselt von lila (Zeichen für eine Fastenzeit) auf (alt-)rosa. Das gibt es nur zweimal im Jahr – also etwas Besonderes!

Natürlich gehören gemütliche Stunden in meiner geschmückten Wohnung oder bei Freunden und Familie auch dazu, genauso wie das Schreiben der Weihnachtspost oder das Basteln von Weihnachtsgeschenken mit lieben Freunden.

Wunderschöne Momente

Bis es dann soweit ist und ich am Heiligen Abend mit unserem Familienchor in der Christmette gemeinsam mit den vielen Gottesdienstbesuchern (die keine Eintrittskarte für den Gottesdienst benötigen wie in Essen-Haarzopf) die Ankunft Jesu Christi in unser Leben feiere und Weihnachtslieder singe.

Ich freue mich darauf und wünsche Ihnen wunderschöne Momente in der verbleibenden Adventszeit.

Adventszeit ist keine Stresszeit, sondern eine Zeit der Vorfreude

Jutta Beese, Verbundleitung. © Foto: Magdalene Quiring-Lategahn

Unsere Gastautorin Jutta Beese ist Erzieherin und Verbundleitung der katholischen Kindertageseinrichtungen der katholischen Kirchengemeinde St. Marien in Lünen
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