Acht Beamte bei der Polizei München suspendiert - LKA durchsucht Wohnungen

Kriminalität

Bei der Polizei München sind acht Beamte suspendiert worden. Auch die Wohnungen der Verdächtigen wurden laut einer Mitteilung untersucht. Das LKA ermittelt.

München

18.02.2020, 16:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das LKA ermittelt in den eigenen Reihen. (Symbolbild)

Das LKA ermittelt in den eigenen Reihen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

München. Bei der Polizei in München sind acht Mitarbeiter suspendiert worden. Das geht aus einer Mitteilung der Polizei und des Bayerischen Landeskriminalamtes hervor. Demnach ermitteln die Staatsanwaltschaft München und das Landeskriminalamt wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Die Münchner Kriminalpolizei habe im Jahr 2018 gegen einen mutmaßliche Rauschgifthändler ermittelt. Dabei hätten sich Verdachtsmomente gegen Polizeibeamte des Polizeipräsidiums München ergeben, teilen die Beamten mit. Die Ermittlungen seien daraufhin aus Neutralitätsgründen an die Staatsanwaltschaft und das LKA abgegeben worden.

Wohnungen und Arbeitsplätze durchsucht?

Bereits im Dezember 2018, im Januar 2020 sowie am Dienstag hätten LKA-Beamte die Wohnungen und Arbeitsplätze der Verdächtigen untersucht. Danach seien sie aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen worden. Die acht verdächtigen Mitarbeiter gehören laut LKA fünf verschiedenen Dienststellen an.

Die Polizei München schrieb zum Fall: “Alle acht genannten Mitarbeiter des Polizeipräsidium München wurden aufgrund der im Raum stehenden Vorwürfe vom Dienst suspendiert. Disziplinarverfahren wurden gegen alle eingeleitet. Allerdings ruhen hier die weiteren disziplinarrechtlichen Ermittlungen bis die jeweiligen Strafverfahren abgeschlossen sind.”

RND/msc