St. Konrad: Abriss der Kirche hat begonnen

dzNeubau geplant

An der Kirche St. Konrad rollen seit Anfang dieser Woche die Bagger. Der Abriss ist bereits in vollem Gange – mitten im Kirchenschiff klafft ein riesiges Loch.

Werne

, 07.11.2018, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aus der Kirche kann man bis auf die Stockumer Straße gucken. Ein etwa 3 mal 6 Meter hohes Loch in der Fassade der katholischen Kirche gibt den Blick frei. Es ist der Anfang vom Ende der St.-Konrad-Kirche. Der Abriss des Gotteshauses hat begonnen.

Im ersten Schritt haben die Mitarbeiter der zuständigen Abbruchfirma Robers aus Stadtlohn die Außenwand der Kirche geöffnet. „So können wir mit dem Teleskoplader mit Arbeitsbühne in die Kirche fahren“, erklärt Polier Jereon Te Slaa.

St. Konrad: Abriss der Kirche hat begonnen

Die Sakristei wird wohl in zwei Tagen verschwunden sein. © Andrea Wellerdiek

Im Inneren legen die Mitarbeiter als nächstes die Decken frei, um das Dämmmaterial zu entfernen. Nebenan beißt sich die Baggerzange schon in der Sakristei fest. Maximal zwei Tage wird es noch dauern, bis sie ganz verschwindet, meint Polier Te Slaa.

Neben der Sakristei wird auch das Kirchenschiff weichen für den geplanten Neubau. Hier soll die Rendantur, sprich die Kassenstelle oder Rechnungsbehörde für die Kirchengemeinden Hamm-Nord, Lüdinghausen und Werne, einziehen. In dem zweigeschossigen Gebäude entstehen 18 Büros sowie eine Sakristei und ein Gemeinderaum. Einzig erhalten bleibt der Glockenturm der Konrad-Kirche. Hier sollen künftig die Gottesdienste stattfinden.

Kein besinnlicher Anblick

Vor dem imposanten Glockenturm machen die Abrissbagger in den kommenden Wochen also Halt. Das Gebäude wird von einer Fachfirma vom Kirchenschiff getrennt. Erst dann rückt der Kettenbagger an, um das Gotteshaus dem Erdboden gleich zu machen.

Während viele Gemeindemitglieder nun sehen, wie ihre Kirche Stück für Stück und durch den Einsatz von großem Gerät verschwindet, betrachtet Polier Jereon Te Slaa seine Arbeit professionell. Eine Kirche abzureißen sei eine Arbeit wie jede andere auch.

Neubau mit 1,7 Millionen Euro veranschlagt

Ein Blick in das Kirchenschiff ist mittlerweile alles andere als besinnlich. Bauschutt, Leiter, Nägel und eben das riesige Loch in der Wand sind im Kirchenschiff zu sehen. Dass die Gemeindemitglieder hier im Juli noch die letzte Messe mit Profanierung besucht haben, wirkt fünf Monate später unwirklich.

Nur zwei Plakate von der letzten Firmung, die auf dem Boden im Eingangsbereich liegen, erinnern an die geistliche Arbeit in der Konrad-Kirche. In etwa einem Jahr soll der Neubau, der mit 1,7 Millionen Euro veranschlagt ist, fertiggestellt sein.

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Abriss der St.-Konrad-Kirche

Die Abrissarbeiten an der St.-Konrad-Kirche haben begonnen. Die Sakristei und das Kirchenschiff müssen einem Neubau weichen.
06.11.2018
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Seit Anfang dieser Woche rollen die Bagger an der St.-Konrad-Kirche.© Andrea Wellerdiek
Ein 3 mal 6 Meter großes Loch klafft in der Außenfassade der Kirche.© Andrea Wellerdiek
Ein Loch wurde in die Fassade gebohrt, um mit großem Gerät in das Gotteshaus zu kommen.© Andrea Wellerdiek
Die Arbeiten sind im vollen Gange.© Andrea Wellerdiek
Der Teleskoplader passt durch das Loch an der Außenfassade.© Andrea Wellerdiek
Erste Stücke der Sakristei sind gefallen.© Andrea Wellerdiek
Die Bagger reißen die Sakristei Stück für Stück nieder.© Andrea Wellerdiek
Maximal zwei Tage dauert der Abriss der Sakristei.© Andrea Wellerdiek
Der Nebenbereich der Kirche wird als erstes abgerissen.© Andrea Wellerdiek
Der Glockenturm bleibt stehen.© Andrea Wellerdiek
Bizarres Bild an der St.-Konrad-Kirche.© Andrea Wellerdiek
Etwa ein Jahr dauert es, bis der Neubau mit der Rendantur an der Stockumer Straße entsteht.© Andrea Wellerdiek
In der Kirche geht es alles andere als besinnlich zu.© Andrea Wellerdiek
Bauschutt und eine Leiter sind im Kirchenschiff zu sehen.© Andrea Wellerdiek
In einem nächsten Schritt wird die Decke in der Kirche abgetragen.© Andrea Wellerdiek
Aus der Kirche kann man durch das Loch nun bis zur Stockumer Straße gucken.© Andrea Wellerdiek
Von der letzten Firmung liegen noch Plakate im Eingangsbereich der Kirche.© Andrea Wellerdiek

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