Abriss der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße verzögert sich erneut

dzBrückenabriss

Abriss erfolgt später: Die Entfernung der Fußgängerbrücke über die Münsterstraße verzögert sich erneut. Während der Abrissarbeiten muss die B54 an dieser Stelle komplett gesperrt werden.

Werne

, 09.01.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fußgängerbrücke über die Münsterstraße bleibt deutlich länger stehen: Eigentlich sollte die Überquerung, die Becklohhof und Burgstraße miteinander verbindet, schon 2018 weichen. Eigentlich. Doch daraus wurde nichts. Dann peilten die Verantwortlichen Januar oder Februar für die Baumaßnahmen an.

Nun wird klar, dass es eine erneute Verzögerung gibt. Denn den Förderbescheid der Bezirksregierung Arnsberg erhielt die Stadtverwaltung Anfang Dezember. Im Frühjahr werden nun im nächsten Schritt die Aufträge an die zuständigen Firmen ausgeschrieben. Diese sollen dann im Juni beziehungweise Juli vergeben werden. Erst danach beginnt der Abriss.

Bäume und Sträucher schon entfernt

An der künftigen Baustelle tut sich dennoch schon etwas: Die ersten Vorbereitungen für den Abriss der Fußgängerbrücke über die Münsterstraße starteten bereits zwischen den Feiertagen 2018. Einige Bäume und Sträucher mussten weichen. „Die Platanen mussten wir entfernen lassen. Aber eine große Platane konnten wir retten, weil wir in der Maßnahme etwas umgeplant haben“, erklärt Gisbert Bensch, der zuständige Mitarbeiter der Stadt für dieses Projekt.

Zusätzlich habe man die Hecke zwischen Münsterstraße und den angrenzenden Wohnhäusern am Becklohhof auf das mögliche Minimum gekürzt, so Bensch weiter. Die Arbeiten am Grünschnitt, die bis zum 2. Januar erfolgten, sind die ersten vorbereitenden Arbeiten für die große Baumaßnahme an der Münsterstraße.

Baubeginn des Kreisverkehrs erst im Herbst

Der Abriss der selten genutzten Fußgängerbrücke beginnt laut Bensch wohl erst im August. Während der Arbeiten ist eine Komplettsperrung der viel befahrenen Münsterstraße unumgänglich, wie Bensch erklärt. Diese sei notwendig, wenn die Arbeiter die Brückenteile, die über die Straße führen, entfernen. Bensch geht davon aus, das dies etwa drei Tage dauern wird.

Der ehemalige Tiefbauamtsleiter rechnet damit, dass die Brücke innerhalb einer Woche entfernt ist. Ist das „hässliche Bauwerk“, wie einige Politiker die Überquerung bezeichnen, verschwunden, beginnt wohl im September der Bau des Kreisverkehrs. Inklusive einiger Beeinträchtigungen für Autofahrer und Fußgänger. Die Münsterstraße ist laut Bensch dann nur in einer Fahrtrichtung befahrbar.

Während der Baumaßnahme wird der Verkehr deshalb weiträumig umgeleitet. Fußgänger, die sonst die Brücke benutzt haben, um die Straße zu überqueren oder von der Burgstraße zum Becklohhof zu gelangen, müssen dann einen weiteren Weg um die Baustelle herum nehmen.

Aus Bundes- wurde eine Gemeindestraße

Der Kreisverkehr, der rund 260.000 Euro kostet, soll laut Gisbert Bensch dann aller Voraussicht nach Ende des Jahres 2019 fertiggestellt sein. Der Kreisel ist die erste bauliche Veränderung am Hornelauf. Im Zuge der umfangreichen Umbau- und Renaturierungsarbeiten an dem Bach wurde die B54, also die Münsterstraße, von einer Bundes- auf eine Gemeindestraße heruntergestuft, sodass solche Baumaßnahmen an dieser Stelle überhaupt möglich sind.

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