Abmahnungen und Streit wegen „Malle“

Wer für die spanische Ferieninsel Mallorca den Begriff „Malle“ benutzt, begibt sich in Gefahr. Mehrere Benutzer des Begriffs hätten inzwischen Anwaltspost mit Gebührenforderungen bekommen, berichteten Rechtsanwalt Michael Plüschke (Berlin) und der Reiseblog-Betreiber Holger Seyfried („Reisetiger“) am Dienstag.

27.08.2019, 17:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Abmahnungen und Streit wegen „Malle“

Fans aus Deutschland stehen am Strand von Arenal. Foto: Clara Margais/Archivbild

Ein Unternehmer aus Hilden bei Düsseldorf hat sich beim Europäischen Markenamt in Alicante die umgangssprachliche Bezeichnung für das beliebte Urlaubsziel schützen lassen.

Zum Unverständnis von Anwälten wie Plüschke: „Ortsbezeichnungen sind nicht schutzfähig, die Marke hätte nie eingetragen werden dürfen.“ Entsprechend liege in Alicante auch bereits ein Antrag vor, die Marke zu löschen. Wann das Europäische Markenamt darüber entscheidet, ist unklar. Unter dem Begriff „Malle“ werden vor allem Musik, Partys und Reisen auf die Insel beworben.

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