Aachener Raserurteil: Prozess-Beteiligte legen Revision ein

Das Aachener Landgericht hat einen Raser zu sechs Jahren Haft verurteilt - dagegen haben alle Prozessbeteiligte nach Gerichtsangaben Revision eingelegt. Staatsanwaltschaft, Nebenkläger und Verteidigung hätten nach der noch ausstehenden Zustellung der schriftlichen Urteilsbegründung einen Monat Zeit, um ihre Revision zu begründen, teilte ein Sprecher des Gerichts am Montag mit. Damit müsse dann der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil auf Rechtsfehler überprüfen. Zuvor hatten die „Aachener Nachrichten“ darüber berichtet.

29.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Aachener Raserurteil: Prozess-Beteiligte legen Revision ein

Die Statue der Justitia. Foto: Arne Dedert/Archivbild

Ein 43-Jähriger war bei dem Unfall in Alsdorf bei Aachen getötet worden, ein damals 48-jähriger schwer verletzter Mann ist seitdem querschnittsgelähmt. Die Richter hatten den 46 Jahre alten Angeklagten wegen nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge und schwerer Gesundheitsschädigung zu sechs Jahren Haft verurteilt. Wegen des Drogenkonsums des Mannes gingen die Richter von verminderter Schuldfähigkeit aus.

Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Mordes und versuchten Mordes eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Die Verteidigung hatte für höchstens zwei Jahre Haft plädiert.

Weitere Meldungen
Meistgelesen