AWO-Tagespflege im Lippezentrum bietet jetzt Platz für 26 Menschen

dzPflege in Lünen

750.000 Euro hat die AWO in den Umbau und die Erweiterung ihrer Tagespflege im Lippezentrum investiert. In einem zweiten Schritt soll dort für 661.000 Euro eine dreigruppige Kita entstehen.

Lünen

, 11.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Im Sozialen Zentrum Lippeaue in der Innenstadt herrschte am Dienstag (11.) Festtagsstimmung: Dort eröffnete höchst offiziell der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Unterbezirk Unna seine erweiterte Tagespflege. Der Startschuss zu der 750.000 Euro teuren Umbau- und Erweiterungsmaßnahme fiel im April dieses Jahres. Unterstützt wurde das Vorhaben nach AWO-Angaben mit rund 251.000 Euro aus der Deutschen Fernsehlotterie.

„Die neu geschaffenen Plätze sind schon voll ausgelastet und die neuen Räume finden viel Zuspruch“, sagte Einrichtungsleiterin Ursula Schröder im Beisein von Gästen der Tagespflege und Vertretern aus der Lüner Politik und Verwaltung.

Zur Erinnerung: Die bestehende Tagespflege wurde in den Gebäudetrakt des ungenutzten Saales im vorderen Bereich verlegt und gleichzeitig erweitert. Im Zuge dieser Aktion wurden 14 neue Tagespflege-Plätze geschafften. „Damit können wir nun 26 ältere Menschen auf rund 470 Quadratmetern in modernen und auf die Bedürfnisse der Nutzer gestalteten Räume betreuen“, sagte Ursula Schröder weiter. Doch damit nicht genug.

Neue Kita für 55 Kinder

Denn in dem durch die Verlagerung der Tagespflege frei gewordenen Gebäudeteil entsteht in den kommenden Monaten auf einer Fläche von 550 Quadratmetern eine dreigruppige Kindertageseinrichtung (Kita) für Kinder ab dem ersten Lebensmonat bis zur Einschulung. Dafür nimmt der AWO Bezirk Westliches Westfalen (Dortmund) als Bauherr 661.000 Euro in die Hand. Die Kita für 55 Kinder soll Ende Juli an den Start gehen. Betrieben wird sie dann vom AWO Unterbezirk Unna, der dafür die Räumlichkeiten anmietet.

Wie es hieß, vermietet die AWO auf dem Gelände rund um das Zentrum Lippeaue eine Vielzahl von Wohnungen für ältere Menschen. Die neue Kita werde daher einen Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt legen und dazu pädagogisch einen tier-gestützen Ansatz wählen. „Im Vordergrund stehen dabei der gemeinsame Umgang und die Fürsorge für das Tier“, sagte Wilfried Bartmann, AWO-Unterbezirksvorsitzender: „Darüber hinaus sollen viele Aktivitäten, auch Feiern, gemeinsam gestaltet werden.“

AWO: Bedarf gibt es genug

Für beide Einrichtungen gibt es nach Einschätzung der AWO dringend Bedarf in der Stadt: „Lünen wächst und mit ihr die Zahl der Familien mit kleinen Kindern. Wie viele andere Kommunen stellt das Politik, Verwaltung und Kita-Träger vor große Herausforderungen“, sagte Bartmann weiter: „Auf der anderen Seite der Altersskala wächst der Bedarf an Tagespflegeplätzen für ältere pflegebedürftige Menschen, die tagsüber betreut werden wollen. Diese Personen können noch allein oder mit Unterstützung in der eigenen Wohnung oder in der Familie leben, aber ihren Alltag nicht mehr selbstständig bewältigen.“

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