80 Prozent mehr Inklusionskinder an den Gesamtschulen

dzInklusion

Bislang war das „gemeinsame Lernen“ auch eine Gemeinschaftsleistung der Schulen. Gymnasien und Realschulen davon auszunehmen, würde die Gesamtschulen massiv überlasten.

Unna

, 28.11.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Welche Auswirkungen der Landeserlass zur schulischen Inklusion für Unna hätte, lässt sich durch die aktuellen Zahlen einfach abschätzen. Insgesamt unterrichten die weiterführenden Schulen in Unna derzeit 158 Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf. Davon sind 87 auf einer Gesamtschule, 41 auf einem Gymnasium und 30 auf der Realschule. Müssten die Gesamtschulen schon jetzt die alleinige Zuständigkeit für die Inklusionsschüler übernehmen, stiege deren Zahl dort um 81,6 Prozent an. Vereinfacht dargestellt hätten sie über alle Jahrgänge hinweg 71 Schüler mehr.

Ein Problem würde sich dann nicht erst in der Oberstufe ergeben. Denn schon in den vergangenen Jahren waren die beiden Unnaer Gesamtschulen überbucht: Weil zu viele Familien ihre Kinder angemeldet hatten, mussten Kinder abgelehnt werden. Dass Gesamtschulplätze in Unna knapp sind, würde sich gleich auf zwei Wegen verschärfen: Zum einen würden auch Inklusionskinder, die sonst an Realschule oder Gymnasium angemeldet worden wären, einen Platz an der Gesamtschule besetzen. Zum anderen darf eine Klasse mit des „gemeinsamen Lernens“ nur 25 Mitglieder insgesamt haben. An den Gesamtschulen entstünde daher eine Konkurrenz förderbedürftiger und normaler Kinder um einen Schulplatz.

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