36 000 Bürger für gerechte Lehrerbesoldung ohne Unterschiede

„Stau auf der A13“: kein Brückentagsproblem, sondern eine Dauerklage des Lehrerverbandes VBE. Er fordert Besoldungsstufe A13 für Lehrer aller Schulformen und hat dafür viele Unterstützer.

22.06.2019, 10:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
36 000 Bürger für gerechte Lehrerbesoldung ohne Unterschiede

Eine Schülerin einer Grundschule meldet sich im Untericht. Foto: Felix Heyder/Archiv

Fast 36 000 Unterstützer hat der Verband Bildung und Erziehung (VBE) für eine Online-Petition erhalten, die Lehrkräfte aller Schulformen gleich gut zu bezahlen. Die Petition „Stau auf der A13“ fordert, in Nordrhein-Westfalen endlich die Besoldungsstufe A 13 für Lehrer jeder Schulform einzuführen. Am Donnerstag kommender Woche soll das Anliegen dem Petitionsausschuss des Düsseldorfer Landtags ans Herz gelegt werden.

Bisher werden in NRW Lehrer an Grund-, Haupt-, Real-, Sekundar-, Gesamt- und Förderschulen schlechter bezahlt als Lehrer der gymnasialen Oberstufe, die mit A 13 monatlich rund 500 Euro brutto mehr verdienen. Dabei ist seit 2009 die Ausbildung für angehende Lehrer aller Schulformen gleich lang.

Inzwischen haben zwei Grundschullehrer beim Verwaltungsgericht Düsseldorf Klagen auf gleiches Gehalt eingereicht. Bei einer Sachverständigenanhörung im Landtag war höchst unterschiedlich bewertet worden, ob die Landesregierung verfassungsrechtlich zur Angleichung der Lehrergehälter verpflichtet ist.

VBE-Landeschef Stefan Behlau forderte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) auf, gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit zur Chefsache zu machen. Denn diese Ungerechtigkeit sei eine der Hauptursachen für den Lehrkräftemangel. „Andere Bundesländer ziehen an NRW vorbei und sind für Junglehrkräfte bald attraktivere Arbeitgeber.“ Zu Beginn des Schuljahres 2017/18 hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) eine Zehn-Jahres-Prognose vorgestellt, wonach über alle Schulformen hinweg rund 15 000 Lehrer in diesem Zeitraum in NRW fehlen werden.

Weitere Meldungen
Meistgelesen