Prozess um Handel mit Dopingmitteln: „glasklare“ Beweislast

Der Handel mit illegalen Dopingmitteln boomt - vor dem Landgericht München I hat nun ein Prozess gegen eine 33-Jährigen aus Wickede an der Ruhr und weitere Beschuldigte begonnen. Die Beweislast gegen die Angeklagten sei „glasklar“, sagte der Oberstaatsanwalt am Mittwoch.

10.10.2018, 13:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Hauptangeklagter ist der 33-Jährige. Er soll jahrelang mit Potenz- und Dopingmitteln gehandelt haben. Laut Anklage verkaufte er Anabolika unter dem Namen „JonnyBoy“ in verschiedenen Internetforen für Bodybuilder. Später soll er in einem eigenen Labor zu Hause auch selbst Dopingmittel hergestellt haben, die er „Diamond“ und „Pure“ nannte.

Sechs Männer, die ihm bei seinen illegalen Geschäften geholfen haben sollen, sind mitangeklagt. Einer der Beschuldigten, ein 36-Jähriger aus München, erschien nicht zum Prozessauftakt. Gegen ihn erließ der Vorsitzende Richter einen Haftbefehl.

Die Staatsanwaltschaft München I ist seit März 2009 für alle Ermittlungsverfahren in Bayern zuständig, die im Zusammenhang mit Doping im Sport stehen. Allein im Jahr 2016 wurden nach Angaben einer Behördensprecherin 1101 Ermittlungsverfahren mit Dopingbezug geführt - von Rezeptfälschungen bis zu Dopingverstößen im Spitzensport. 2017 waren es 714 Ermittlungsverfahren.

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