32-Jähriger würgt Ex-Freundin fast zu Tode - Polizisten mit Messer attackiert

dzLandgericht Bochum

Regelrecht ausgerastet ist 32-jähriger Hertener, als sich die Mutter seines Kindes von ihm trennen wollte. Er würgte die Frau fast zu Tode. Auch danach gab es dramatische Szenen.

Bochum, Herten

, 14.12.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als das Wort „Trennung“ fiel, würgte ein 32-jähriger Mann die Mutter seines Kindes fast zu Tode – Minuten später war die Wohnung eingenebelt von Pfefferspray.

Acht Monate nach einem dramatischen Einsatz in einem Wohnhaus in Herten ist ein 32-jähriger Mann am Bochumer Landgericht zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Der Vater hatte erst seine Ex-Partnerin bei einem Trennungsstreit wie von Sinnen gewürgt – und war dann mit einem Messer auf Polizisten losgegangen.

Es war der 14. April, als der 32-Jährige gegen 17.20 Uhr in der Wohnung seiner Ex-Lebensgefährtin aufgetaucht war. Kurz danach lag die Frau beinahe zu Tode gewürgt am Boden, die Tür war zerstört und die Wohnung eingenebelt von beißendem Pfefferspray. Was war passiert?

Fuß auf den Kehlkopf gestellt

Nachdem ihm seine Ex-Freundin, mit der er ein gemeinsames Kind im Säuglingsalter hat, mitgeteilt hatte, dass sie sich trennen möchte, war der 32-Jährige vollkommen ausgerastet. Zunächst stürzte er den Wohnzimmertisch um, dann ging er auf seine Ex-Freundin los, griff ihr an den Hals, schlug und würgte sie bis an den Rand der Bewusstlosigkeit.

Anschließend stellte er seinen Fuß so fest auf den Kehlkopf der am Boden liegenden Frau, dass diese in einen potenziell lebensgefährlichen Zustand geriet.

Todesdrohungen gegen Polizisten

Der Wutanfall des Herteners war damit aber noch lange nicht am Ende: Nachdem eine Hausnachbarin, aufgeschreckt durch die lauten Hilfeschreie aus der Wohnung, die Polizei alarmiert hatte und danach mehrere Streifenwagen an der Ewaldstraße erschienen waren, legte sich der 32-Jährige nunmehr mit den zunächst klopfenden Polizisten an und stieß Todesdrohungen aus.

Nachdem die Beamten schließlich die Wohnungstür aufgebrochen hatten, wurde sie von dem Angeklagten erst mit einem Meerrettich-Glas beworfen und dann sogar mit einem Küchenmesser attackiert.

Laut Urteil kam es zu gezielten Stichbewegungen in Richtung der Polizisten, den es am Ende nur durch den Einsatz von Pfefferspray gelungen war, den Angeklagten zu überwältigen.

Im Prozess hatte sich der Hertener auf einen alkoholbedingten Filmriss berufen. Mit dem Urteil, das auf gefährliche Körperverletzung lautet, entsprachen die Richter dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

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