3122 Unterschriften für Erhalt des Kleinbecker Parks - Bürgermeister: Gesamtbild sehen

Bürgerbündnis

Den Erhalt des Kleinbecker Parks fordern 3122 Lüner mit ihrer Unterschrift. Die Listen liegen jetzt beim Bürgermeister. Der wies auf das bestehende Baurecht des Eigentümers hin.

Horstmar

28.08.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
3122 Unterschriften für Erhalt des Kleinbecker Parks - Bürgermeister: Gesamtbild sehen

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (2.v.l.) im Gespräch mit den Sprechern des Bürgerbündnisses, Friedrich Angerstein (r.) und Johannes Hofnagel (2. v. r.), sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern des Bündnisses. © Stadt Lünen

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns hat am Montag (26.8.) Mitglieder des Bürgerbündnisses „Rettet den Kleinbecker Park“ im Rathaus empfangen. Die Vertreter der Initiative übergaben dem Bürgermeister 3122 Unterschriften für den Erhalt des Kleinbecker Parks sowie einen Bürgerantrag nach Paragraph 24 der Gemeindeordnung, der den Erhalt des Wäldchens fordert.

Kleine-Frauns lobte das Engagement der Bürger: „Ich finde es wichtig und bemerkenswert, wie sie sich für Ihren Stadtteil einsetzen.“

„Bäume sind grundsätzlich erhaltenswert“

Es gehe der Verwaltung nicht darum, Bäume zu beseitigen. „Wir sind uns, glaube ich, einig darüber, dass die Bäume grundsätzlich erhaltenswert wären“, so der Bürgermeister. Die Verwaltung hatte die Option, im Bebauungsplan eine Grünanlage auszuweisen, bereits in ihrer Vorlage für den Stadtentwicklungsausschuss genannt.

Die Verwaltung habe allerdings auch darauf aufmerksam gemacht, dass viele Bäume Schäden aufweisen und vermutlich bei der Erstellung einer Grünanlage ein beträchtlicher Anteil der Bäume gefällt werden müsste. Ein vom Bürgerbündnis beauftragter Gutachter hatte ebenfalls die „Entnahme“ einiger Bäume empfohlen, in seinem Gutachten aber auch die Vitalität des Wäldchens herausgestellt und die generelle Erhaltungswürdigkeit betont, so der Bürgermeister.

Man dürfe allerdings die Debatte um den Kleinbecker Park nicht nur vor dem Hintergrund des Zustandes oder der Erhaltungswürdigkeit der Bäume führen, mahnte der Bürgermeister. Wichtig sei das Gesamtbild. „Der schwierigste Punkt in diesem Gesamtbild ist das bestehende Baurecht des Eigentümers“, so Kleine-Frauns.

Erhalt der Fläche mit Kosten für die Stadt verbunden

Außerdem gehöre zum Gesamtbild, dass ein Erhalt der Fläche mit Kosten für die Stadt verbunden wäre, beispielsweise durch Entschädigungen an den Eigentümer. Am Ende stehe eine Abwägungsentscheidung der Politik.

Kleine-Frauns machte den Vertretern des Bürgerbündnisses deutlich: Wenn es überhaupt eine Chance gebe, den Kleinbecker Park zu erhalten, dann könne das nur funktionieren, wenn Bürger, Politik, Eigentümer und Verwaltung miteinander redeten und einen gemeinsamen Weg fänden. Grundlage dafür sei, so der Bürgermeister, dass alle Seiten einander ein gewisses Maß an Vertrauen zubilligten und eine sachliche Diskussion führten.

Kleine-Frauns stellte im Gespräch mit dem Bürgerbündnis in Aussicht, dass man in der Verwaltung weiter daran arbeiten werde, Informationen zusammenzutragen und Sachverhalte aufzuarbeiten, damit sich die politischen Gremien mit dem Bürgerantrag befassen können. So müsse man beispielsweise Gewissheit darüber bekommen, welche Optionen es im Hinblick auf bestehendes Baurecht gibt.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Immobilien in Brambauer

Steht das Ex-Hufnagel-Kaufhaus in Lünen nun zum Verkauf? Das sagen die Beteiligten

Meistgelesen