30 Meter hoher Baum stürzt auf Auto: Zwei Schwerverletzte

„Die hätten durchaus tot sein können“ - in der Nähe von Recklinghausen ist eine Buche umgestürzt - auf ein fahrendes Auto. Ein Mann und eine Frau werden schwer verletzt. Nun stellt sich die Frage, warum der Baum einfach umfiel - es war kein Unwetter.

07.12.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein rund 30 Meter hoher Straßenbaum ist nahe Herten auf ein fahrendes Auto mit zwei Insassen gestürzt. Der 60 Jahre alte Fahrer des Wagens und seine 57 Jahre alte Beifahrerin überlebten den Unfall schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten gingen in einer ersten Einschätzung davon aus, dass die Buche im Inneren morsch war. Ein Unwetter habe zum Zeitpunkt des Unglücks am Samstagnachmittag nicht geherrscht, sagte ein Polizeisprecher.

Der Baum stürzte den Angaben zufolge auf das Dach des Autos. Die beiden Opfer, die von Herten in Richtung Marl im Kreis Recklinghausen unterwegs waren, kamen nach dem Unfall in ein Krankenhaus. Die genaue Schwere der Verletzungen war zunächst unklar. Mit Hilfe der Feuerwehr wurde der Baum, der einen Umfang von rund eineinhalb Metern hatte, zerschnitten und von der Fahrbahn geholt. Die Straße musste gesperrt werden. Am Auto entstand ein Totalschaden in Höhe von rund 15 000 Euro.

Es würden sicherlich Untersuchungen veranlasst, um den Grund für das Unglück aufzuklären, sagte der Polizeisprecher. Die Situation sei wirklich gefährlich gewesen: „Die hätten durchaus tot sein können“. Mit der Einschätzung, dass der Baum morsch gewesen sein könnte, sei man auch schon an die Stadt Herten herangetreten. Hertens Bürgermeister Fred Toplak sagte allerdings, dass die betroffene Straße seiner Kenntnis nach in den Zuständigkeitsbereich des Landesbetriebs Straßen.NRW falle. Dort war zunächst niemand zu erreichen.

Der Bürgermeister, der sich den Unglücksort anschaute, ging ebenfalls von einer Ursache im Baum selbst aus. Krone und Stamm hätten einen gesunden Eindruck gemacht, aber womöglich sei die Wurzel faul gewesen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Er selbst wohne in der Nähe und fahre „jeden Tag viermal“ an der Stelle vorbei. Unter dem Strich sei er froh, dass nicht noch Schlimmeres passiert sei.

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