23-Jähriger wirft nach Verfolgungsfahrt Welpen weg

Wilde Verfolgungsjagd in Lünen: Ein Autofahrer ist der Polizei davongerast, hat mehrere Streifenwagen gerammt, ist danach auf drei Reifen weitergefahren und hat schließlich - von Polizisten umstellt - einen Welpen von sich geworfen. Das Tier sei unverletzt geblieben, erklärten die Beamten am Mittwoch. Der 23-Jährige entkam den irritierten Beamten demnach. Sie konnten den Mann aber über sein zurückgelassenes Handy identifizieren.

30.10.2019, 14:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
23-Jähriger wirft nach Verfolgungsfahrt Welpen weg

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Die Beamten hatten den Fahrer eigentlich nur stoppen wollen, weil er während der Fahrt am Handy gespielt haben soll. Als die Polizisten ihm signalisierten, anzuhalten, gab er Gas. Der 23-Jährige schleuderte gegen einen geparkten Wagen und einen Stromkasten und rammte zwei Polizeiwagen, die ihn aufhalten sollten. Der lädierte Fluchtwagen verlor den Angaben nach einen Vorderreifen - und fuhr dennoch weiter. An einer Schranke war Schluss, der 23-Jährige sprang aus dem rollenden Auto.

„Als der Zugriff erfolgen sollte, überraschte der Fremde erneut durch eine so nicht vorhersehbare Aktion: In seinen Händen trug er einen Hundewelpen, den er plötzlich wegwarf“, erklärte die Polizei. Die Beamten hätten ihn noch festhalten können - bis der Mann sich losgerissen habe und verschwunden sei.

Gegen ihn wird unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte ermittelt. An dem Auto sollen auch fremde Kennzeichen gewesen sein. Der Hund kam in ein Tierheim.

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