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Fast 29 Millionen Euro für die medizinische Versorgung von Gefangenen auf dem Hirschberg

Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg

Fröndenberg

, 05.03.2019 / Lesedauer: 2 min
Fast 29 Millionen Euro für die medizinische Versorgung von Gefangenen auf dem Hirschberg

Das Justizvollzugskrankenhaus in Fröndenberg ist das landesweit einzige seiner Art. Dort können bis zu 230 Gefängnisinsassen medizinisch betreut werden. © Archiv

Das Justizvollzugskrankenhaus in Fröndenberg ist die landesweit einzige Justizvollzugseinrichtung, in der Häftlinge medizinisch versorgt werden können. Dazu stehen 230 Betten, 22 Ärzte und 320 weitere Angestellte in der Einrichtung auf dem Hirschberg zur Verfügung. Ungefähr 2500 bis 3000 Gefangene werden jährlich stationär behandelt.

Fast 29 Millionen Euro kostet der Betrieb des Krankenhauses pro Jahr. Die teuerste Abteilung ist die Intensivstation, die mit 3348 Euro pro Patient und Behandlungstag zu Buche schlägt. Zum Vergleich: In der Inneren kostet der Behandlungstag 437,32 Euro, in der Chirurgie 486 Euro.

Im bereits abgerechneten Jahr 2017 zählte das JVK 46.764 Behandlungstage und rund 7000 ambulante Behandlungen.

1983 kaufte das Land der Stadt das unwirtschaftliche städtische Krankenhaus ab, um dort eine Justizklinik einzurichten. Diese ging 1986 in Betrieb. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das JVK, das über eigene Abteilungen für Innere Medizin, Chirurgie und Psychiatrie verfügt, ständig modernisiert und bietet neben der stationären medizinischen Versorgung der Häftlinge auch ambulante Leistungen in diversen weiteren Fachrichtungen für alle Häftlinge in NRW an. Diese werden aus den verschiedenen JVA in gesicherten Fahrzeugen nach Fröndenberg gebracht, um behandelt werden zu können. Aber auch länger erkrankte oder hilfsbedürftige, haftfähige Personen – unter anderem drei lebenslängliche Häftlinge – sind in einer Pflegeabteilung untergebracht. Die Bewachung des Geländes erfolgt durch moderne Überwachungseinrichtungen und rund 105 Vollzugsbeamte.

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