21 Wohnungen in Bork geplant: Wie sie aussehen und warum sich der Baustart verschiebt

dzEigentumswohnungen

Dort, wo aktuell noch das Walter-Gerhard-Haus steht, sollen in Zukunft Wohnungen entstehen. Doch der Baustart verzögert sich immer weiter. Schuld daran ist ein anderes Gebäude.

Bork

, 19.10.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ursprünglich war geplant, dass schon im März oder April 2020 die geplanten Wohnungen neben der St.-Trinitatis-Kirche an der Waltroper Straße bezugsfertig sein würden. Doch der Termin ist längst nicht mehr realistisch. Ein anderes Gebäude behindert den Baustart.

Die Pläne für den Bauantrag seien fertig, sagt Investor Georg Eskes aus Waltrop. Eingereicht seien sie aber noch nicht, da es „baujuristische Probleme“ gibt, gesteht er.

„Das ganze Brimborium kostet mich einiges an Nerven“

Denn die Grenze zwischen dem Grundstück, auf dem die Eigentumswohnungen entstehen sollen, und dem Grundstück, auf dem unter anderem die St.-Trinitatis-Kirche steht, liegt genau dort, wo aktuell noch das Pfarrhaus steht.

Und eine Grenze könne erst dann gezogen werden, wenn das Pfarrhaus dort nicht mehr steht. „Das mit der Grenze war uns im Vorfeld nicht bewusst“, gesteht Eskes.

21 Wohnungen in Bork geplant: Wie sie aussehen und warum sich der Baustart verschiebt

So sollen die Nord- und Südseite der geplanten Eigentumswohnungen aussehen. © Eskes Immobilien

Das alles sei ziemlich kompliziert und dauere dementsprechend auch etwas länger. „Das ganze Brimborium kostet mich einiges an Nerven“, erklärt er. Aktuell befinde er sich in Gesprächen mit der Stadt Selm.

Pfarrhaus schon lange von Schimmel befallen

Mit der müsse er sich nämlich einigen, „wie man mit dem Pfarrhaus umgeht“. Das steht sogar schon seit mehreren Jahren leer und müsse ohnehin irgendwann abgerissen werden.

Als Pfarrerin Antje Wischmeyer 2014 nach Bork kam, sei sie schon gar nicht mehr in das Pfarrhaus eingezogen, erinnert sie sich. Denn ein Schimmelbefall mache es eigentlich unmöglich, noch darin zu leben.

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Mit der Stadt Selm sei er in guten Gesprächen bezüglich des Gebäudes, versichert Georg Eskes. Wann genau alles geklärt sein wird, wisse er allerdings noch nicht. Jede Kleinigkeit müsse nun noch mal juristisch geprüft werden. Doch „ich bin guter Dinge, dass wir die Teilung noch bis Ende des Jahres schaffen“.

21 Wohnungen in Bork geplant: Wie sie aussehen und warum sich der Baustart verschiebt

Ursprünglich sollten die Eigentumswohnungen im Frühjahr 2020 fertiggestellt sein, doch die Arbeiten verzögern sich. So soll die Ostseite des Gebäudes später aussehen. © Eskes Immobilien

Da noch unklar ist, wann alles rund um die Grenzziehung geklärt ist, könne er auch noch keinen Zeitplan für den Abriss des Walter-Gerhard-Hauses und den Bau der Eigentumswohnungen nennen.

Energiekosten „fressen uns auf“

An den ursprünglichen Plänen habe sich aber nichts geändert. „21 Wohnungen würden wir gerne durchziehen“, sagt Georg Eskes.

Geplant ist ein einzelner Gebäudekomplex mit mehreren Etagen und Wohnungen zwischen 60 und 100 Quadratmetern. Zu den geplanten Mietpreisen könne er allerdings noch nichts sagen.

21 Wohnungen in Bork geplant: Wie sie aussehen und warum sich der Baustart verschiebt

21 Wohnungen sollen neben der St.-Trinitatis-Kirche entstehen. So soll die Westseite aussehen. © Eskes Immobilien

Und so lange die Grenze noch nicht gezogen werden konnte, bleibt das Walter-Gerhard-Haus weiterhin stehen. Genutzt wird es allerdings bis auf die Toiletten nicht mehr.

Bereits vor 15 Jahren habe es in der Gemeinde den Beschluss gegeben, sich zu verkleinern. Das Gebäude sei „auf Dauer finanziell nicht zu tragen“, sagt Antje Wischmeyer. Die Energiekosten „fressen uns auf“, erklärt sie.

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