Gehbehinderter verliert 20.000 Euro: Polizei veröffentlicht emotionales Video

Tragischer Vorfall in Witten

Ein gehbehinderter Senior hatte in Witten 20.000 Euro aufs Autodach gelegt – und verloren. Tragisch: Das Geld war für einen wichtigen Zweck bestimmt. Die Geschichte bewegt auch die Polizei.

Bochum

, 29.11.2019, 16:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gehbehinderter verliert 20.000 Euro: Polizei veröffentlicht emotionales Video

Das Geld in dem Umschlag bestand ausschließlich aus 200-Euro-Scheinen. © picture alliance/dpa

Ein 70-jähriger gehbehinderter Mann aus Witten hatte sich am vergangenen Freitag (22.11.) ein neues Auto kaufen wollen. Ein Auto, das der Mann offenbar dringend brauchte. Es handelte sich um einen gebrauchten Caddy, in den auch sein Rollstuhl passt.

Er hob das Geld von der Sparkasse in der Wittener Innenstadt ab und dann kam der tragische Moment: Beim Einsteigen, um 15.40 Uhr, legte der Gehbehinderte den Umschlag mit dem Geld, insgesamt 20.000 Euro, auf das Autodach und fuhr los. Ohne das Geld vom Dach zu nehmen. Als der Senior den Verlust bemerkte, war es zu spät.

Die Polizei hatte die Meldung bereits Anfang der Woche veröffentlicht und darauf hingewiesen, dass die Beamten auch wegen Fundunterschlagung ermittelten. Bislang erfolglos. Der Umschlag blieb auch eine Woche später verschwunden. „Doch wir haben immer noch die Hoffnung, dass sich das Geld noch wiederfindet“, erklärte Polizeisprecher Volker Schütte der zuständigen Polizeibehörde aus Bochum.

Video auf Facebook veröffentlicht

Die Bochumer Polizei veröffentlichte daher am Freitag ein Video, in dem Schütte noch einmal an den Finder appelliert, das Geld – auch anonym – im Fundbüro oder bei der Polizei abzugeben. „Das ist ein armer Mann, der wirklich sehr körperbehindert ist“, erklärte Schütte die Aktion im Gespräch mit der Redaktion.

Geld in dem Umschlag bestand nur aus 200-Euro-Scheinen

Die Polizei macht sich auch deswegen Hoffnung, weil das Geld in dem Umschlag allein in 200-Euro-Scheinen gestückelt war. Möglicherweise würden diese doch selteneren Scheine jemandem auffallen. Auch wenn manchmal etwas Zeit vergehe: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass solche Dinge auch später abgegeben werden“, so Schütte. Möglicherweise ist der Umschlag auch noch gar nicht gefunden worden.

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