2000 Beweis-Versuche, dass es Bielefeld nicht gibt

Rund 2000 Menschen versuchen bei dem Millionen-Gewinnspiel zur so genannten Bielefeld-Verschwörung zu beweisen, dass es die Stadt in Ostwestfalen nicht gibt. „Die Reaktionen aus aller Welt auf unsere Aktion sind schlichtweg unglaublich und haben unserem Team witzige und intensive Tage beschert“, sagte der Geschäftsführer von Bielefeld Marketing, Martin Knabenreich, am Donnerstag laut einer Mitteilung. Der Einsendeschluss für die Beweise war am Mittwoch um Mitternacht. Bielefeld Marketing will nun nach eigenen Angaben die Argumente mit Experten prüfen und am 17. September das Ergebnis des Gewinnspiels präsentieren.

05.09.2019, 13:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine Million Euro hat Bielefeld für den schlüssigen Beweis ausgelobt, dass Bielefeld gar nicht existiert. Die Marketing-Abteilung will damit der hartnäckigen Verschwörungstheorie um ihre Stadt ein Ende setzen. Vor 25 Jahren war im Internet ein satirisch gemeinter Text aufgetaucht, in dem behauptet wurde, Bielefeld existiere nicht. Der Witz wurde zum Dauerbrenner, das Gewinnspiel dazu nun ein PR-Erfolg. Laut dem Stadt-Marketing berichteten unter anderem die BBC, aber auch lokale Medien zum Beispiel in den USA. Auch der Hashtag #Bielefeldmillion sei „durch die Decke“ gegangen.

Es seien rund 300 Einsendungen aus dem Ausland - etwa aus den USA, Russland, Indien und Neuseeland - eingegangen. Darunter seien Briefe, Kinderbilder, Gedichte, handgezeichnete Comics, Kunstwerke und literarische Aufsätze gewesen. Einsender hätten auch versucht, wissenschaftlich zu beweisen, dass es Bielefeld nicht gibt. „Da wird die Existenz Bielefelds mit Argumenten aus der Quantenphysik angezweifelt, philosophisch wird der Begriff Existenz gedreht und gewendet, komplizierte mathematische Berechnungen - teils über mehrere Seiten - lassen eine ganze Großstadt auf dem Papier verschwinden“, heißt es in der Mitteilung.

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