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15 Jahre nach Tod einer Münsteranerin: Beschuldigter gefasst

Rund 15 Jahre nach dem gewaltsamen Tod ein Münsteranerin hat die Polizei in Frankreich einen Tatverdächtigen festgenommen. Dem Mann war nach einem Messerangriff auf eine Sozialarbeiterin in Paris eine Speichelprobe entnommen worden. Der Abgleich der DNA-Datenbanken in Frankreich und Deutschland führte dann zu einem Treffer, wie Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape am Freitag in Münster erklärte.

10.08.2018
15 Jahre nach Tod einer Münsteranerin: Beschuldigter gefasst

Ein Mann mit angelegten Handschellen. Foto: Sven Hoppe/Archiv

2003 hatten Polizisten in einem Naherholungsgebiet bei Steinfurt im Münsterland die Leiche einer 37-Jährigen gefunden. Die Frau starb an zahlreichen Stichverletzungen. Unter Verdacht stand der ehemalige Lebenspartner des Opfers. Der Münsteraner mit türkischem Pass tauchte unter, die Fahndung nach dem Mann blieb erfolglos.

Nach den Ermittlungen der Polizei lebte der Beschuldigte in den vergangenen zehn Jahren mit gefälschten Personalien in Paris. „Wir haben die Auslieferung des 47-Jährigen auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls eingeleitet“, sagt Lechtape. Wann der Mann nach Deutschland kommt, sei allerdings offen. Üblicherweise werde zuerst das Verfahren in Frankreich beendet, sagte der Oberstaatsanwalt.

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