14-Jähriger soll Mitschüler erwürgt haben: Prozessauftakt

Weil er seinen Mitschüler mit bloßen Händen erwürgt haben soll, steht ein 14-Jähriger aus Wenden im Sauerland vom 18. April an vor Gericht. Dem Jugendlichen wird vorgeworfen, einen zwei Jahre älteren Freund aus nicht erwiderter Liebe im Streit getötet zu haben, wie ein Sprecher des Landgerichts Siegen am Donnerstag sagte. Die Anklage geht von Totschlag aus. Mehrere Medien hatten über die Anklageerhebung berichtet.

14.03.2019, 13:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Laut Anklage sollen sich die beiden Schüler an einem Morgen im vergangenen Herbst in einem Waldstück in der Nähe der gemeinsam besuchten Schule getroffen haben. Dort soll es zum Streit gekommen sein. In dessen Verlauf soll der Angeklagte den 16-Jährigen so lange gewürgt haben, bis er starb. Nach seiner Festnahme hatte der Jugendliche die Tat gegenüber der Polizei eingeräumt. Der Fall hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

Für den Prozess sind bislang sechs Verhandlungstage bis Juni veranschlagt. Schon jetzt seien 39 Zeugen aus dem Umfeld der Schüler geladen, sagte der Gerichtssprecher. Der Prozess vor der Jugendkammer am Landgericht Siegen wird, wie bei Jugendlichen üblich, unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

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