Trotz Umweltbelastung: Winterdienst weiter mit Streusalz

Trotz Debatten um die Umweltbelastung verringert der Winterdienst in NRW den Streusalz-Einsatz nicht. Wie im Vorjahr stehen für den Winter 130 000 Tonnen bereit - „so viel wie nötig, aber nicht mehr“, ist die Devise.

12.11.2019, 12:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Trotz der Diskussion um Umweltschäden setzt der Winterdienst in Nordrhein-Westfalen auch in diesem Winter auf Streusalz. Wie im Vorjahr stünden 130 000 Tonnen bereit, um die Straßen landesweit so eisfrei und sicher wie möglich zu halten, sagte ein Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW am Dienstag. „Unser Ansatz ist immer, wir streuen so viel Salz wie notwendig, aber nicht mehr als nötig“, sagte er.

Zwar werde vermehrt auch Salzsole auf die Straßen gesprüht, die durch einen wesentlich geringeren Salzanteil deutlich umweltschonender sei. „Die Sole kann aber nicht immer zum Einsatz kommen, sondern nur präventiv“, so der Sprecher weiter. Bei bereits vereisten Straßen sei Streusalz weiterhin unvermeidbar.

Für die kommende kalte Jahreszeit hat sich der Winterdienst laut Straßen.NRW mit rund 1 900 Straßenwärtern gerüstet. Schon seit Anfang November stehen etwa 700 Streu- und Räumfahrzeuge bereit, um die rund 20 000 Kilometer Autobahnen, Bundes- und Landstraßen in NRW so eisfrei und sicher wie möglich zu halten.

Erste Einsätze gab es für den Winterdienst dem Sprecher zufolge bereits Anfang November: Etwa auf der A 45 und auf der A 46 seien die Straßenwärter bei Reifglätte bereits ausgerückt. Autofahrern rät Straßen.NRW trotz des Einsatzes in den Wintermonaten zu besonderer Vorsicht: So sollten Autofahrer unbedingt rechtzeitig Winterreifen aufziehen und ihre Geschwindigkeit dem Wetter anpassen.

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