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Überreste der GWA in Bönen fangen wieder Feuer

dzBönener Wehr kommt nicht zur Ruhe

Immer wieder lodern Flammen in den Trümmern der GWA-Hallen in Bönen auf. Als die Feuerwehr glaubt, dass sie endlich alles gelöscht hat, wird sie wieder angerufen. Mitten in der Nacht.

Bönen

, 03.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Kaum hatten sich die Freiwilligen Feuerwehrleute nach dem Großbrand auf der Wiederaufbereitungsanlage am Montagabend gegen 20 Uhr aus den Gerätehäusern in Nordbögge und an der Bachstraße verabschiedet, da wurden die Frauen und Männer von den Mitarbeitern der GWA an der Unglücksstelle schon wieder zur Hilfe gerufen. Ein Glutnest in den Müllbergen auf der Nordostseite der völlig zerstörten Hallen flammte so stark auf, dass die Nachtwache wie abgesprochen die 112 anrief. Und so ging es gestern weiter.

Zwei weitere Feuer

Bis kurz nach Mitternacht waren schon wieder fast 25 Rettungskräfte im Einsatz, um das Problem zu lösen. Als sich ein Teil dann gestern Vormittag im Gerätehaus Nordbögge einfand, um alles aufzuräumen, folgte der nächste Alarm. In den inzwischen größtenteils schon abgebrochenen Hallen war erneut Feuer ausgebrochen.

Das hatte der Löschzug schnell im Griff. Die Flammen der Glutnester waren schnell gelöscht. Einsatzleiter Timo Rinkewitz ließ den Müllberg mit einem großen Bagger aber noch komplett auseinandernehmen, damit die Kollegen das Brandgut nach und nach in den Greifern abspritzen konnten.

An eine Rückkehr ins Gerätehaus war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu denken. Gegen Mittag rauchte es plötzlich wieder in der Halle an der Industriestraße, in der der Brand am Samstagmorgen ausgebrochen war. Dort war Restmüll wieder in Flammen geraten. Dagegen gingen die Wehrleute erfolgreich mit Schaum vor.

Als alles erledigt schien, begannen die Wehrleute, die noch liegen gebliebenen Schläuche im Umfeld der Großbrandstelle zusammenzurollen und auf einen Lkw zu verladen. Sie werden zum Servicecenter an der Kreisleitstelle neben der B1 in Unna transportiert, um sie zu waschen und wieder einsatzbereit zu machen. Ein paar Schlauchverbindungen mit den Hydranten halten die Wehrleute allerdings aufrecht, um bei einem erneuten Hilferuf vor Ort möglichst schnell „Wasser marsch“ geben zu können.

Wenn der Einsatz beendet ist, heißt das für die Männer und Frauen der Feuerwehr noch längst nicht, dass sie Feierabend haben. Sie bereiten die Fahrzeuge sofort wieder für mögliche neue Einsätze vor. „Das gilt besonders für das unerlässliche Atemschutzgerät. Die haben wir beim Großbrand am Wochenende auch zwischendurch gereinigt, wenn uns Einsatzkräfte aus der Umgebung entlastet haben“, berichtet Pressesprecher Uwe Hasche.

Betrieb herrschte auf dem verwüsteten Gelände am späten Montagabend übrigens nicht nur wegen der erneuten Löscharbeiten. Die Mitarbeiter der Gesellschaft für Abfallwirtschaft malochten bis es dunkel wurde, um die Großbrandstelle aufzuräumen und die Abfallcontainer mit Brandgut zu befüllen.

Kontaminiertes Löschwasser abtransportiert

Die Fahrer der Entsorgungsfirma Lobbe aus Iserlohn waren sogar noch länger im Einsatz. Bis Mitternacht pendelten sie mit ihren Saugfahrzeugen zwischen der Brandstelle und den entlang der Industriestraße aufgereihten Spezialtanks, um das kontaminierte Löschwasser dort für den Abtransport zu deponieren. Auch Dienstag saugten sie bis zum Abend permanent Löschwasser auf.

Die Bezirksregierung Arnsberg war gleich mit einer ganzen Gruppe an Experten zur Industriestraße gekommen, um die Brandstelle und die Umgebung wegen möglicher Umweltschäden zu begutachten. Fachleute der Versicherungen waren ebenfalls schon auf dem Gelände unterwegs, um die Schadenshöhe zu ermitteln. Ergebnisse lagen laut GWA bis Dienstagabend nicht vor.

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