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Patient schießt im Josefs-Hospital auf Chefarzt

Mediziner schwer verletzt

Großeinsatz am Dienstagmittag am St.-Josefs-Hospital in Hörde: Ein Mann schoss einem Chefarzt des Krankenhauses mit einer Pistole in den Bauch. Der Mediziner wurde sofort notoperiert und schwebte amn Abend noch in Lebensgefahr. Der Täter wurde tot aufgefunden.

Dortmund

26.06.2018 / Lesedauer: 2 min
Patient schießt im Josefs-Hospital auf Chefarzt

Schwerbewaffnete Polizisten sicherten gestern den Eingang des Josefs-Hospitals.Schaper © © Schaper

Ein Dutzend Streifenwagen säumte kurz nach der Tat die Wilhelm-Schmidt-Straße in Hörde. Beamte mit Maschinenpistolen sicherten den Eingang des St.-Josefs-Hospitals. Im Krankenhaus suchten die schwer bewaffneten Polizisten stundenlang nach dem Täter. Eine Schusswaffe, bei der es sich offenbar um die Tatwaffe handelt, wurde laut Polizeisprecher Kim Ben Freigang im Hospital gefunden.

Als klar war, dass sich der Täter nicht mehr im Krankenhaus aufhielt, leitete die Polizei die Fahndung ein.

Polizei ermittelt Identität

Mit Hilfe von Videoaufzeichnungen und Zeugenaussagen konnte die Polizei schnell die Identität des mutmaßlichen Täters ermitteln. Am Abend fanden Beamte den Mann schließlich tot in seiner Wohnung. Die Polizei ging bis gestern Abend von einem Suizid aus, wollte zu den näheren Umständen des Todes aber keine Auskunft geben. Nach gesicherten Informationen unserer Redaktion handelt es sich bei dem Täter aber um einen Patienten, der dem Chefarzt bekannt war.

Nachdem die Polizei sicherstellte, dass sich der Täter nicht mehr im Krankenhaus aufhielt, durften die Patienten, die zuvor ausquartiert worden waren, das Gebäude wieder betreten. Spurensicherer untersuchten den Tatort.

Anwohner des gegenüberliegenden Clarenbergs standen vor ihren Wohnhäusern und beobachteten den Polizeieinsatz. Darunter auch die 16-jährige Jessica Behrend, die zufällig in der Gegend war. „Ich mache ein Praktikum im Josefs-Hospital, hatte heute aber frei und war nur zufällig hier“, sagte sie. Plötzlich sei ein Polizeiwagen nach dem anderen in die Straße des Krankenhauses eingebogen. Die Beamten hätten umgehend alles abgesperrt. „Ich bin froh, dass ich heute nicht arbeiten musste“, sagte die junge Frau.

Das Motiv und der Hintergrund der Tat waren gestern Abend noch unklar. Die Mordkommission ermittelt weiter.

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