Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Inklusion an Schulen: Netzwerk und Ideenquelle für Lehrer und Erzieher

„Treffpunkt inklusiv“

Er soll Anlaufstelle für alle Pädagogen sein, die an inklusiven Bildungseinrichtungen arbeiten: Der neue „Treffpunkt inklusiv“ am Schulamt versteht sich aber auch als Netzwerk und Ideenquelle.

Kreis Unna

, 08.02.2019 / Lesedauer: 3 min
Inklusion an Schulen: Netzwerk und Ideenquelle für Lehrer und Erzieher

Die vier Beraterinnen des Treffpunkts sind Regine Müller-Beckerling und Bianca Rimkus (Inklusionsfachberaterinnen) sowie Nina Bartz und Patricia Tosic (Inklusionskoordinatorinnen). Sie stellten die neue Einrichtung unter anderem mit Schulrat Lutz Lamek (2.v.l.) und Schulamtsdirektorin Bettina Riskop (links) vor. © Marcel Drawe

Schulische Inklusion. Für manche ein Erfolg, für andere auch zehn Jahre nach Inkrafttreten der UN-Konvention eine Illusion. Zwischen beiden Polen führen Gegner und Befürworter eine kontroverse Debatte, in der allzu häufig untergeht: Das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderungen ist ein Menschenrecht und kein Bedürfnis.

NRW-Landesregierung will Inklusion neu ausrichten

Die Realität aber ist eine andere, wie sich nicht allein an der vonseiten der NRW-Landesregierung geplanten Neuausrichtung der Inklusion zeigt. Auch, dass eigentlich bereits beschlossene Schließungen von Förderschulen in Anbetracht eines mitunter wachsenden Zulaufs an Schülern zum Teil obsolet wurden, belegt: Inklusion ist auch nach einer Dekade keineswegs Normalität im Bildungssystem.

Jetzt lesen

Vielleicht, weil viel zu lange debattiert wurde, was dem gemeinsamen Lernen alles im Wege stehen könnte. Dass es aber sehr wohl – und nicht wenige – mitunter ganz pragmatische Praxisbeispiele gelungener Inklusion gibt, zeigt der neue „Treffpunkt inklusiv“, der im Dienstgebäude des Schulamtes Anlaufstelle für Pädagogen an inklusiven Schul- und Kindertageseinrichtungen sein soll.

‚Best-Practice‘-Beispiele sollen Anregungen für den Unterricht geben

Nach dem Vorbild ähnlicher Einrichtungen und Initiativen im Ennepe-Ruhr-Kreis und im Kreis Steinfurt ist aus einer ersten Initiative 2017 binnen zwei Jahren eine „Werkstatt des Möglichen“ entstanden, wie die Projektbeteiligten um Schulrat Lutz Lamek das Angebot verstehen. Sie wollen Netzwerker sein, ‚Best-Practice‘-Beispiele aufzeigen und Lehrkräften Anregungen geben, sie so ein Stück weit auch entlasten. „Viele wissen gar nicht, welche Beratungsangebote es in diesem Bereich gibt – aber der Bedarf hat schon immer bestanden.“

„Wir hinken der Zeit nicht hinterher.“
Schulrat Lutz Lamek

Dass es auch im Kreis Unna zehn Jahre brauchte, um eine solche Facheinrichtung aus der Taufe zu heben, empfindet Lamek keineswegs als Malus. „Wir hinken der Zeit nicht hinterher“, betont der Schulrat, seines Zeichens auch Generalist für gemeinsames Lernen. „Es gab in den ersten Jahren eine ganze Menge zu tun, daraufhin so etwas wie eine Sättigung – und dann kam die Erkenntnis, dass es nur mit Beratung nicht getan ist.“ Das Angebot des Treffpunkts geht deshalb weit über die Beratung hinaus, die Einrichtung dient auch als eine Art Mediathek für Unterrichtsmaterialien für das gemeinsame Lernen.

Der Treffpunkt befindet sich im Dienstgebäude des Schulamtes für den Kreis Unna, Parkstraße 40b in Unna.
Lesen Sie jetzt