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Gullydeckel-Attacke: Polizei findet Beweisstücke in der Wohnung des Lüner Lokführers

Schneidwerkzeug, Handschuhe

Die Polizei hat weitere mögliche Beweise gegen einen Lokführer aus Lünen gefunden. Dabei wurde die Polizei auch in der Lüner Wohnung des Mannes fündig.

Lünen

15.05.2019 / Lesedauer: 2 min
Gullydeckel-Attacke: Polizei findet Beweisstücke in der Wohnung des Lüner Lokführers

Ein Zug der Hessischen Landesbahn steht mit zerstörter Frontscheibe in der Werkstatthalle in Siegen. Nach der Attacke auf eine Regionalbahn bei Bad Berleburg gehen die Ermittler davon aus, dass der 49-jährige Lokführer des Unfallzuges selbst die Gullydeckel aufgehängt hat. © dpa

Am Samstag (23. April) gegen 6.25 Uhr ist ein Zug der Hessischen Landesbahn auf der Strecke im Wittgensteiner Land gegen zwei Gullydeckel gefahren, die an Seilen von einer Brücke über den Schienen hingen.

Der Lokführer hatte auf dieser Strecke den ersten Zug des Tages gesteuert - als unbesetzte Leerfahrt auf dem Weg vom nächtlichen Abstellplatz in Erndtebrück zum Startbahnhof Bad Berleburg. Am Mittwoch (24. April) war der Lüner vorläufig festgenommen worden. Vor dem Haftrichter hatte er die Tat bestritten.

Innenministerium: Beweisstücke in der Wohnung des Lokführers

Bei den weiteren Untersuchungen haben Ermittler bei dem verdächtigen Lokführer mögliche Beweisstücke sichergestellt. Aus einem am Dienstag (14. Mai) veröffentlichten Bericht des Innenministeriums an den Landtag geht hervor, dass in den durchsuchten Wohnungen des 49-Jährigen in Lünen und Erndtebrück diverse Schneidwerkzeuge, Handschuhe und eine Seilaufhängung für Fahrräder mit ähnlicher Knotenführung wie an dem Brückengeländer gefunden wurden.

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Siegen nach dem Vorfall erklärte, werde gegen den Mann wegen Diebstahls (Gullydeckel, Anm. d. Red.), Vortäuschen einer Straftat, Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr ermittelt.

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Von dpa

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