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Der Gang zum Osterfeuer gehört für viele Menschen am Osterwochenende einfach dazu. Unser Überblick zeigt, wo in Bergkamen, Kamen, Holzwickede, Fröndenberg und Unna die Feuer lodern.

Kreis Unna

, 19.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Es ist ziemlich eindeutig: Bergkamen liegt mit großem Abstand vorne. Beim Vergleich der Städte Kamen, Bergkamen, Unna, Fröndenberg und Holzwickede gewinnt Bergkamen das Osterfeuer-Duell: 75 Osterfeuer sind in Bergkamen angemeldet und vom Ordnungsamt genehmigt worden.

Großer Überblick: Hier brennen Ostersonntag die Osterfeuer

Am Feuer ist‘s für Jung und Alt gemütlich. © UDO HENNES

Aus ökologischen Gründen weniger Osterfeuer

Alle in Bergkamen beantragten Osterfeuer konnten genehmigt werden, allerdings musste in sieben Fällen zusätzlich eine Genehmigung der Forstbehörde eingeholt werden, da sich diese Feuer zu nah am Wald befinden. Dass es in der Kreisstadt Unna mit 27 genehmigten Osterfeuern deutlich weniger sind, liegt auch daran, dass sich Unna aus ökologischen Gründen seit Jahren darum bemüht, die Zahl der Osterfeuer möglichst gering zu halten. Um trotzdem an der lieb gewonnen Tradition ihres Osterfeuers festhalten zu können, haben sich in Unna mehrere Vereine oder Interessengruppen zusammengeschlossen, um gemeinsam ein dann etwas größeres Osterfeuer veranstalten zu können.

Großer Überblick: Hier brennen Ostersonntag die Osterfeuer

An vielen Orten sind es die Löschgruppen der Feuerwehr, die die Osterfeuer ausrichten. © Stefan Milk

Osterfeuer werten die Ordnungsämter der Städte als „Traditionsfeuer“; sie dienen der Brauchtumspflege. Daher dürfen in den meisten Städten und Gemeinden nur örtliche Glaubensgemeinschaften, Organisationen, Vereine, Verbände sowie Siedler- und Nachbargemeinschaften Osterfeuer veranstalten – und das auch nur am Osterwochenende.


Osterfeuer richtig abbrennen


Das sind die Vorschriften der Kreisstadt Unna

  • Gefahren vermeiden: Das Osterfeuer darf nur bei ausreichendem Sicherheitsabstand zu Gebäuden, Wegen oder Anpflanzungen entzündet werden. In einem breiten Ring um das Feuer herum dürfen sich keine brennbaren Materialien befinden. Das Feuer muss ständig beaufsichtigt werden und vor dem Verlassen vollständig erloschen sein.
  • Tierschutz beachten: In den frühzeitig aufgeschichteten Osterfeuern nisten oft Vögel, Kleinsäuger oder Insekten. Damit diese nicht qualvoll ersticken, ist das Material am Brenntag unbedingt umzuschichten, damit sich Kleintiere in Sicherheit bringen können.
  • Keine Abfälle verbrennen: Es versteht sich von selbst, dass ein Osterfeuer nicht zur Entsorgung von Abfällen oder Materialien wie Sperrholz, Hausmüll, Papier, Kunststoffen, Reifen oder behandeltem Holz missbraucht werden darf.
  • Luftbelastung verhindern: Verbrannt werden darf nur naturbelassenes, trockenes Holz, um übelriechenden und schädlichen Qualm zu vermeiden. Das „Anfeuern“ mit Benzin oder ähnlichen Substanzen ist nicht zulässig. Bei aufkommendem Wind sind Schutzmaßnahmen bis hin zum Löschen des Feuers zu ergreifen.

Ostersonntag gibt es viele „kleine“ Osterfeuer

Wer nach dem üppigen Ostermahl am Ostersonntag mal „rauskommen“ will, für den gibt es auch am Sonntag noch zahlreiche Gelegenheiten zum Osterfeuerbesuch. So lädt beispielsweise die Löschgruppe Ostbüren am Sonntag ab 18 Uhr am Waldweg/Ostfelde in Fröndenberg ein – gerüchteweise gibt es hier sogar Sekt. Sehr familiär präsentiert sich das Osterfeuer der Löschgruppe Siddinghausen in Unna, während sich in Hemmerde die drei Kompanien des Schützenvereins fast schon Konkurrenz mit ihren jeweiligen Osterfeuern machen.

Letzte Chance am Ostermontag in Bergkamen und Fröndenberg

Und wer sowohl Samstag als auch Sonntag die Osterfeuer verschlafen hat, dem bieten sich am Ostermontag in Fröndenberg und Bergkamen noch zwei letzte Gelegenheiten, das knisternde Feuer zu bestaunen: Der Lions Club Bergkamen lädt ab 19 Uhr auf den Acker an der Hüchtstraße 45 ein und der Reit- und Fahrverein Fritz Sümmermann entzündet sein Osterfeuer abends auf dem Vereinsgelände an der Hubert-Biernat-Straße 11.

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