Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Großbrand in Bönen: Feuer entzündete sich selbst

Polizei ermittelt Brandursache

Die Ursache für den verheerenden Brand auf dem GWA-Hof in Bönen steht fest. Das Feuer entzündete sich selbst, wie die Polizei nach den Brandermittlung am Montagnachmittag bekannt gab. Um die Müllabfuhr müssen sich Bürger derweil keine Sorgen machen.

Bönen

02.07.2018 / Lesedauer: 3 min
Großbrand in Bönen: Feuer entzündete sich selbst

Ein Bild wie aus dem Kriegsgebiet: Die GWA-Anlage nach dem Großbrand am Montag. © Lindemann

„Brandermittler der Polizei Unna [...] stellten als Ursache Selbstentzündung fest“, heißt es in der knappen Mitteilung der Kreispolizei vom Montag. Damit dürfte die Schadensregulierung ein Fall für die Versicherung werden.

GWA will Standort neu aufbauen

WIchtiger aus Sicht der GWA war am Montag freilich etwas anderes. „Keiner unserer Mitarbeiter hat einen gesundheitlichen Schaden erlitten, zehn Feuerwehrleute zum Glück nur leichte Verletzungen. Das hat Priorität“, sagte Sprecher Andreas Hellmich. Geschäftsführer Andreas Gérard habe zudem angekündigt, den Standort neu aufbauen zu wollen. Der Aufsichtsrat müsse noch zustimmen. „Keiner der 20 Mitarbeiter muss sich um seinen Arbeitsplatz sorgen“, so die Botschaft Gérards. Vier von fünf Hallen sind vollständig zerstört. Ob die fünfte eventuell weiter genutzt werden kann, müsse noch geprüft werden, hieß es weiter.

Großbrand in Bönen: Feuer entzündete sich selbst

Nur eine von fünf Hallen blieb von den Flammen weitgehend verschont. © Lindemann

Die kreiseigene Abfallverwertungsgesellschaft ist außerdem damit beschäftigt, die Stoffströme zu ändern, wie es im Fachjargon heißt. Weil die Anlage in Bönen bis auf Weiteres ausfällt, müssen die Abfälle woanders hin. Im Falle der Stadt Unna bedeutet das etwa, dass das Altpapier nun nach Ostbüren und der Sperrmüll nach Kamen-Heeren gebracht wird. „Bio- und Restmüll wurden ohnehin schon nach Ostbüren gebracht, sind insofern gar nicht betroffen“, erklärte Stadtsprecherin Katja Sahmel. Für den Bürger ändert sich indes nichts, es bleibt bei den gewohnten Abfuhrterminen auch in den Orten, wo die GWA Kommunal den Müll einsammelt.

Immer wieder kleinere Brände

Die Feuerwehr war unterdessen auch 48 Stunden nach der Entzündung des Feuers am Montag noch im Einsatz. Die Lage sei zwar unter Kontrolle, in zwei einsturzgefährdeten Hallen komme es aber immer wieder zu kleineren Bränden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Hallen wurden im Laufe des Vormittags eingerissen und leer geräumt. Der Einsatz sollte voraussichtlich am Abend beendet werden. Die Flammen waren bereits am Sonntagnachmittag gelöscht worden, es blieben aber zahlreiche Brandnester.

Am Samstagmorgen war es zunächst zu einem Schwelbrand in einer der Hallen des Abfall- und Recyclinghofes gekommen. Wegen der Hitze, der trockenen Witterung und des starken Windes hatte sich das Feuer auf insgesamt vier Hallen ausgebreitet. Ein Sprecher der Feuerwehr beschrieb den Einsatzort als „riesengroßen Schrotthaufen aus Beton und Metallrohren“. Insgesamt waren seit Samstag rund 400 Einsatzkräfte vor Ort.

Lesen Sie jetzt

Großbrand

Rauchkeule zieht über den Nordkreis

Mehr als 200 Einsatzkräfte sind seit Samstagvormittag in Bönen damit beschäftigt, einen Vollbrand der GWA-Wertstoffaufbereitungsanlage in den Griff zu bekommen. Am Nachmittag wurde sie zumindest Herr der Lage.

Lesen Sie jetzt