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Aufräumen nach dem Samstags- und Sonntagssturm: Die Feuerwehren im Kreis Unna waren am Wochenende im Dauereinsatz. Der Zugverkehr wurde vorübergehend gestoppt.

Kreis Unna

, 10.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Vom Sturmtief, das am Sonntagnachmittag für zahlreiche Feuerwehreinsätze sorgt, war auch der Regionalverkehr der Bahn betroffen. Er wurde am Sonntagnachmittag vollständig eingestellt. Zwischen Fröndenberg und Unna stürzte am Sonntagnachmittag ein Baum auf die Gleise. Rund 15 Einsätze fuhr allein die Freiwillige Feuerwehr Fröndenberg in der Zeit von 16.30 bis 17.30 Uhr. Minütlich kämen neue Einsätze, meist wegen umgestürzter Bäume dazu, sagte Feuerwehrchef Jörg Sommer.

Die Leitstellen von Polizei und Feuerwehr im Kreis Unna hatten alle Hände voll zu tun: Über die Katastrophenwarn-App „Nina“ wurde am späten Nachmittag eine „Vorsorgliche Information“ verschickt. Es komme zu einer Vielzahl von Einsätzen, hieß es in dem elektronischen Warnsystem. Und: „Blockieren Sie nicht den Notruf von Feuerwehr und Polizei durch Nachfragen.“

Sturmtiefs Dragi und Eberhard wirbeln den Kreis Unna durch

Diese Information wurde am späten Nachmittag über die Warn-App „Nina“ verbreitet. © Raulf

Zwei Kamener Müllwagen von umstürzenden Bäumen getroffen

In Kamen droht sich das jüngste Unwetter auf die Müllabfuhr auszuwirken. Zwei Müllwagen der kommunalen Firma „GWA Kommunal AöR“ wurden am Sonntag durch umstürzende Bäume beschädigt. „Es werden alle Anstrengungen unternommen, den Schaden zu kompensieren. Dennoch kann es kurzfristig zu Verzögerungen bei der Müllabfuhr kommen. Die GWA Kommunal AöR bittet hierfür um Verständnis“, erklärte Unternehmenssprecher Andreas Hellmich.

Sturmtiefs Dragi und Eberhard wirbeln den Kreis Unna durch

Am Gartencenter Dehner in Kamen drohten Teile eines Muster-Gartenhauses aus Metall wegzufliegen. Die Feuerwehr sicherte lose Elemente. © Neumann

Bereits am Samstag war ein Unwetter durch den Kreis gezogen, die Aufräumarbeiten dauerten am Sonntag teilweise noch an. In Kamen wurden am Sonntagmorgen zwei umgestürzte Pappeln entdeckt, die den Seseke-Uferweg blockierten. Verletzt wurde niemand.

Anwohner bemerkten das Hindernis und alarmierten die Feuerwehr. Die Pappeln lagen östlich der Straße „An der Seseke“, in der Nähe der Kläranlage Kamen, quer auf dem Uferweg, der Bönen, Kamen und Lünen verbindet.

Feuerwehrleute zerteilten die Baumstämme per Kettensäge und räumten das Holz an die Seite. Der Fuß- und Radweg war während der Aufräumarbeiten gesperrt. Insgesamt rückte die Kamener Feuerwehr seit Samstag fünf Mal wegen Sturmschäden aus.

Sturmtiefs Dragi und Eberhard wirbeln den Kreis Unna durch

Feuerwehrleute machen den Seseke-Uferweg in Kamen wieder frei. © Milk

Baum stürzt auf Stromleitung in Bergkamen

In Bergkamen verzeichnete die Feuerwehr allein am Samstag nach Angaben von Sprecher Christoph Dettmar mindestens zehn unwetterbedingte Einsätze. In Overberge brach eine über zehn Meter hohe Fichte ab und stürzte auf eine Stromleitung an der Kreuzung Hansastraße/Hammer Straße. Während der Aufräumarbeiten wurde der Bereich gesperrt. Die Gemeinschaftstadtwerke (GSW) schalteten die Leitung stromlos, sodass Feuerwehrleute der Einheit Overberge die Fichte gefahrlos von der Drehleiter aus zurückschneiden konnten.

Sturmtiefs Dragi und Eberhard wirbeln den Kreis Unna durch

Die Feuerwehreinheit Overberge beseitigt am Samstag (9.3.) einen Baum, der auf eine Stromleitung gestürzt ist. Auch die Drehleiter aus Weddinghofen ist im Einsatz. © Feuerwehr Bergkamen

In Unna Äste auf Straßen und Gullys verstopft

In Unna hatte es die Feuerwehr am Wochenende vor allem mit abgebrochenen Ästen, entwurzelten Bäumen und gestauten Kanaleinläufen zu tun. Am Sonntagmorgen war der Afferder Weg zwischenzeitlich überschwemmt, weil zwei Gullys verstopft waren. Das gleiche war am Samstag in Kessebüren passiert. Am Samstag musste nicht nur der Beethovenring von einem abgebrochenen Baum befreit werden. Auch an der Berliner Allee und in Dreihausen stürzten Bäume oder Äste auf Gehweg oder Straße. In der Nähe der Mühlenstraße verfehlte ein Ast die S-Bahnlinie. Der Bahnverkehr sei deswegen am Samstag nicht beeinträchtigt gewesen, berichtet die Feuerwehr. Auch am Sonntagnachmittag waren die Einsatzkräfte gefordert. Zwischenzeitlich gab es mehrere sturmbedingte Einsätze gleichzeitig: Der Wind stürzte Bäume um und riss Ziegel vom Dach, unter anderem in Königsborn, Unna-Mitte und Lünern.

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Umgestürzter Baum auf der Hauptstraße in Holzwickede

Viel zu tun gab es auch für die Feuerwehr in Holzwickede. Am Samstag musste sie einen umgestürzten Baum auf der Hauptstraße zersägen, zudem mehrere vollgelaufene Gullys befreien. Auch an der Opherdicker Straße war ein Baum umgestürzt.

Sturmtief „Dragi“ hatte sich am Samstag mit Regen, Sturm und Gewitter bemerkbar gemacht. Polizei und Feuerwehr waren im Dauereinsatz. Die Polizei zählte bis Samstagabend 33 unwetterbedingte Einsätze im Kreis Unna.

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