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Ein neues Wohnprojekt soll ältere Suchtkranke integrieren

dzApartment für Senioren mit Suchterkrankung

Knapp jeder dritte Mensch ist alkoholabhängig und fast jeder kennt einen Betroffenen. Trotzdem ist das Thema Tabu. Das will Integra e.V. ändern – und will deshalb ein Haus für Betroffene bauen. Und zwar in einer ganz normalen Nachbarschaft.

Kreis Unna

, 04.08.2018

„Die Menschen, die hier betreut werden, sind nicht das Problem. Es sind nicht die, die Angst machen“ beschreibt Gabriele Olbrich-Steiner, Behindertenbeauftragte des Kreises Unna, die Zielgruppe des neuen Wohnprojekts. Die Menschen, die das neue Projekt „Wohnen verbindet“ unterstützen soll, sind nicht von illegalen Drogen abhängig – meist ist es Alkohol, es können aber auch Spielsüchtige sein. Dass ihre Sucht sie aber nicht zu schlechten oder gefährlichen Menschen macht, von denen man Abstand halten oder sich gar fürchten muss, das betont auch Janis Drögekamp aus der Integra-Geschäftsleitung. Dass Leute genau das verinnerlichen, ist für das Projekt des Trägers nämlich entscheidend. Denn der Verein plant den Bau eines Apartmenthauses, in dem ältere suchtkranke Menschen eigenständig leben können – und zwar nicht abgeschottet, sondern integriert in eine ganz normale Nachbarschaft. Das müsse nicht mitten in der Stadt sein, sondern auch gerne in einem Vorort, aber auch nicht zu weit außerhalb. Die Betreuten wollten dort wohnen, wo auch jeder andere gerne wohnen möchte, „dort, wo sie persönliche Bezüge haben und die Infrastruktur passt“, erklärt Drögekamp. Beispielsweise sollten ÖPNV und Einkaufsmöglichkeiten gut zu erreichen sein. Finanziert wird das Vorhaben vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Der LWL fördert im Rahmen des Programms „Selbständiges Wohnen“ (SeWo) 15 Wohnprojekte mit zehn Millionen Euro – darunter auch das der Integra im Kreis Unna.

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