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„Car-Freitag“ im Kreis Unna: Keine Tuning-Treffs, aber viele Motorradfahrer zu schnell

dzPolizeikontrollen

Treffen der Autoszene sind der Polizei am traditionellen Saisonauftakt „Car-Freitag“ nicht aufgefallen im Kreis Unna. Aber bei Kontrollen fielen Motorradfahrer als Raser auf. Der Rekordhalter darf jetzt ein Vierteljahr zu Fuß gehen.

Kreis Unna

, 20.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Mit 125 Stundenkilometern blitzte die Polizei im Kreis Unna am Karfreitag einen Motorradfahrer aus Lüdinghausen. Der 31-Jährige hatte die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um 75 überschritten. Tempo 50 wären maximal erlaubt gewesen. Den Mann erwarten ein Bußgeldbescheid in Höhe von 600 Euro, ein dreimonatiger Führerscheinentzug und zwei Punkte beim Kraftfahrtbundesamt.

Wie die Polizei mitteilte, seien am Freitag im Kreisgebiet zahlreiche Kradfahrer durch Geschwindigkeitsverstöße auffällig geworden. An verschiedenen Stellen hätten Beamte Kontrollen durchgeführt, vor allem in Selm und Fröndenberg.

Vielleicht wirkt „Null-Toleranz“-Drohung

Treffen der Tuningszene hingegen seien der Polizei an diesem Tag nicht bekannt geworden. Bekanntlich gilt der Freitag vor Ostern in der Autoszene als Saisonauftakt, er wurde inoffiziell umgetauft in „Car-Freitag“. Die Kreispolizeibehörde Unna hatte im Vorfeld angekündigt, „null Toleranz“ zu zeigen, wenn Fahrzeuge und/oder Fahrer durch Regelverstöße auffallen sollten.

Leser beschreibt Karfreitags-Ringraser

Auf dem Verkehrsring in Unna, einer in der Autoszene beliebten Strecke, seien Fahrer am Freitagabend durch hohe Geschwindigkeiten aufgefallen, so schilderte es ein Leser unserer Redaktion. Ein Auto und ein Motorrad, beide mit laut aufheulenden Motoren, seien an ihm vorbeigerast, „mit 80 km/h, bestimmt mehr“, so schildert der Unnaer seinen subjektiven Eindruck. Offenbar hätten die beiden Fahrer an diesem Abend „irgendetwas miteinander veranstaltet“, womit er ein Wettrennen oder eine andere Form des Kräftevergleichs andeutet.

Ein Verkehrsunfall auf dem Innenstadtring war bereits kurz nach Mitternacht in der Nacht zu Freitag passiert. Dabei allerdings war nach Einschätzung der Polizei fehlende Aufmerksamkeit bei einem Fahrmanöver die Ursache.

Ring inzwischen ohne Treffpunkt-Parkplatz

Von schnellem, zumindest lautem Fahren auf dem Ring berichten Anlieger immer wieder. So wird auch der Ringtunnel mitunter von Fahrern sportlich umgebauter Autos als Schallverstärker genutzt. Ein vormals beliebter Treffpunkt aber ist quasi stillgelegt: Der Aldi-Parkplatz am Beethovenring hat seit dem vergangenen Jahr eine Schranke. Sie wird abends nach Schließung des Discounters herabgelassen, und so ist der Parkplatz auch an Sonn- und Feiertagen nicht benutzbar. Nach längeren Verhandlungen mit der Stadt hatte Aldi diese Maßnahme durchgesetzt, auch weil der Parkplatz nach nächtlichen Treffen oft stark vermüllt war.

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