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Wie man die eigenen vier Wände kühl hält

Tipps von der Verbraucherzentrale in Kamen

Wer kennt es nicht, das Gefühl, in einen heißen Backofen zu treten, wenn man die Haustür im Sommer öffnet. Sommerhitze kann aber nicht nur draußen, sondern auch in den eigenen vier Wänden unangenehm sein und im schlimmsten Fall auf Dauer auch die Gesundheit belasten.

Kamen

14.07.2018
Wie man die eigenen vier Wände kühl hält

Sommerhitze ist nicht nur unter freiem Himmel eine Belastung. Auch im Haus kann sie schaden. dpa © dpa

Wird es selbst nachts nicht wirklich kühler, stresst das den Körper und verhindert erholsamen Schlaf. „Einmal eingefangene Hitze wieder aus Wohnräumen herauszubekommen, kann ziemlich schwierig sein. Die goldene Regel heißt deshalb: Die Wärme gar nicht erst herein lassen“, erklärt Volker Abdinghoff, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW in Kamen.

Zunächst rät die Verbraucherzentrale,Schatten zu spenden. Durch Fensterscheiben kommt eine Menge Hitze herein. Abhilfe schaffen Rollläden, Jalousien, Markisen und Co. Wichtig ist an dieser Stelle, dass solche Schattenspender deutlich mehr bringen, wenn sie von außen montiert sind. Denn so bremsen sie die Sonne schon aus, bevor die Wärme in den Raum gelangt. Können die Fenster nur von innen verdunkelt werden, sind helle oder reflektierende Materialien erste Wahl. Aufgeklebte Sonnenschutzfolie hilft ebenfalls, lässt aber dafür auch an trüben Tagen weniger Licht hinein.

Mit Glas Hitze fern halten

Außerdem kann man Verglasung einsetzen. Bei großen Südfenstern, die zum Beispiel an Denkmälern nicht außen verschattet werden können, ist eine Sonnenschutzverglasung zu empfehlen. Sie sperrt die lästige Hitze aus, lässt das Licht aber hinein.

Kühle Luft in der Früh

Ein weiterer Tipp: Früh lüften. „Bei anhaltender Hitze kann es sich lohnen, einen Wecker zu stellen, um früh am Morgen Frischluft in die Wohnung zu bekommen“, erklärt Abdinghoff. Die Abkühlung darf nicht zu kurz ausfallen, denn Wände, Möbel und andere Gegenstände speichern Wärme. Wenn man nur einen kurzen Augenblick die Fenster öffnet, können besagte Gegenstände nicht ausreichend auskühlen und geben ihre Wärme später an den Raum ab. Der zweite Kühlschrank mag viel Erfrischungen versprechen, doch was er seinem Inhalt an Wärme entzieht, gibt er direkt an den Raum ab. Auch Heizungsrohre können durch warmes Wasser für steigende Temperaturen sorgen.

Wärmedämmung

„Wie eine Thermoskanne Warmes warm hält und Kaltes kalt, hat auch Wärmedämmung am Haus einen doppelten Effekt. Sie spart nicht nur im Winter Heizungsenergie, sondern hält auch im Sommer die Hitze länger draußen“, sagt Abdinghoff. Besonders gut geeignet für den Hitzeschutz sind dichtere, schwerere Dämmstoffe wie Naturfasern oder Mineralwolle. Weil sie selbst Wärme speichern, verzögern sie die Erwärmung der Räume.

Wer etwa aus gesundheitlichen Gründen nicht auf Klimatisierung verzichten kann, sollte auf effiziente Geräte setzen. Split-Geräte sind die sparsamere Wahl gegenüber Kompaktmodellen. Bei ihnen wird der Wärmetauscher, der Wärme abgibt, außen angebracht. In manchen Fällen reicht auch schon ein Ventilator.