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Wenn der Pfarrer den Hammer kreisen lässt

Evangelische Gemeinde in Methler

Eine Stuhl-Auktion und weitere Attraktionen locken Besucher zum Gemeindefest am Bodelschwingh-Haus in Methler. Wer hier einen Smoothie trinken will, muss seine Muskeln spielen lassen.

von Niklas Mallitzky

Kamen

, 01.07.2018 / Lesedauer: 2 min
Wenn der Pfarrer den Hammer kreisen lässt

Die Versteigerung der Stühle aus dem Paul-Gerhardt-Haus ist ein Höhepunkt auf dem Gemeindefest der Evangelischen Gemeinde in Methler gewesen.Milk © Stefan Milk

Sandra Diekheuer ist überglücklich. „Das wird ein Geburtstagsgeschenk für eine gute Freundin“, verrät sie. Der Stuhl, für den sie das erfolgreiche Gebot abgegeben hat, kommt in Kuhflecken-Optik daher, denn die Freundin sammelt alles, was mit Kühen zu tun hat.

Die Versteigerung der Stühle aus dem aufgegebenen Paul-Gerhardt-Haus ist an diesem Samstag ein Höhepunkt auf dem Gemeindefest der Evangelischen Gemeinde in Methler. Zahlreiche Bieter konkurrieren hier um zum Teil skurrile Sitzgelegenheiten. Zudem sorgen Attraktionen dafür, dass bei den Besuchern des Gemeindefestes rund um das Bodelschwingh-Haus keine Langeweile aufkommt.

Wer in den Genuss eines leckeren Smoothies kommen möchte, der muss die Muskeln spielen lassen. Denn für den Mixer, mit dem das Fruchtgetränk zubereitet wird, fehlt der Stromanschluss. Über ein Rädchen mit einem Fahrradreifen verbunden, müssen die Besucher ordentlich strampeln, um die Früchte in Mus zu verwandeln. Das Fahrrad wurde von der Organisation „Brot für die Welt“ zur Verfügung gestellt. „Eine Wertmarke pro Smoothie spenden wir dann an die Organisation“, erklärt Christine Schickentanz, Helferin in der Gemeinde.

Während es der Männerchor 1875 Wasserkurl mit Liedern wie „Über den Wolken“ oder „Die kleine Kneipe“ schafft, einige Besucher zum Mitsingen zu animieren, basteln die jungen Besucher bei Niclas, Laura, Luisa und Lea von der „Jungen Kirche Methler“ Kronkorkenmonster oder helfen bei der Fertigstellung des „JuKiMe“-Logos.

Bei der Auktion am Abend kommen die Stühle unter den Hammer. Drei der bunten Sitzgelegenheiten werden nach dem Prinzip der „Amerikanischen Versteigerung“ unters Volk gebracht. Hier tritt Pfarrer Jochen Voigt als Auktionator auf, der es gut versteht, das Höchstgebot nach oben zu treiben. Jeder Bieter zahlt dabei pro Gebot einen Euro direkt, der letzte Einzahler erhält den Zuschlag.

Doch es gibt auch gewiefte Taktiker. Georg Henze verstaut gerade eine Doppelsitzgelegenheit in Schwarz-Gelb mit eingebautem Kühlfach in seinem Auto. Mitgeboten habe er nicht. „Ich habe die Stühle einfach dem neuen Besitzer abgekauft“, so Henze.

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