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Wasserkurler Wohnheim wappnet sich für den Notfall

Diakonische Stiftung Ummeln

Wenn Rainer Tönsmann das Wasser ausgießt, zischt eine Flammensäule in die Luft. Diesen Anblick wird so schnell niemand vergessen.

Kamen

24.07.2018
Wasserkurler Wohnheim wappnet sich für den Notfall

Brandschutzbeauftragter Rainer Tönsmann (l.) und Geschäftsbereichsleiter Heiko Meißner.Privat

„Eine Fettexplosion zu sehen ist eine prägende Erfahrung“, erklärt der Brandschutzbeauftragte der Diakonischen Stiftung Ummeln. Die feurige Vorführung ist Teil seiner regelmäßigen Schulungen, für die er nun einen neuen Anhänger mit umfangreicher Ausrüstung nutzen kann.

An rund 50 Terminen pro Jahr besucht der Bandschutzbeauftragte Einrichtungen der Stiftung, um alle Mitarbeitenden vor Ort fit für den Notfall zu machen. Für September hat er sich auch in der Ummelner Jugendhilfeeinrichtung in der ehemaligen Gaststätte „Alte Wasserkurler Schmiede“ in Wasserkurl angesagt. Tönsmann gibt Tipps zur Vorbeugung und erklärt das richtige Verhalten, falls es wirklich einmal brennt. „Es ist sehr wichtig, das Thema anschaulich zu erklären, damit die Kollegen das Wissen immer parat haben und wissen, was zu tun ist“, erklärt Tönsmann. Die neue Ausrüstung ist eine wertvolle Hilfe.

Herzstück des Hängers ist der „Firetrainer“ nebst Kompressor und Gasvorrat. Mit diesem Gerät kann Rainer Tönsmann eine Fettexplosion vorführen. „Brennendes Fett darf auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden. Die Folgen sind verheerend“, erklärt der Brandschutzexperte. Das merkt sich jeder, der die mächtige Flamme über dem Firetrainer einmal gesehen hat.

Rund 10.000 Euro musste die Diakonische Stiftung Ummeln in die neue Ausrüstung investieren. Gut investiertes Geld, findet auch Vorstand Dr. Frank Plaßmeyer. „Die Sicherheit unserer Klienten und unserer Mitarbeitenden steht ganz oben“, betont er. Und da sind regelmäßige Schulungen ein wichtiges Instrument.

Das Trainingsprogramm zeigt Wirkung. Als beispielsweise im Februar ein Feuer in einer Wohneinrichtung in Wiedenbrück ausbrach, reagierten die Mitarbeitenden vorbildlich. In kürzester Zeit waren das Gebäude evakuiert und die Brandschutztüren geschlossen. Niemand wurde verletzt und der Sachschaden blieb gering. Das schnelle und umsichtige Eingreifen der Mitarbeitenden lobte auch die Feuerwehr, der nur wenig zu tun geblieben war.

Rainer Tönsmann peilt schon das nächste Ziel an. Der Brandschutzbeauftragte möchte Bewohner der Jugendhilfe und Eingliederungshilfe nicht mehr nur theoretisch, sondern praktisch im Umgang mit dem Feuerlöscher schulen. Auch dabei wird der Firetrainer gute Dienste leisten – mit Sicherheit.

Die Stiftung Ummeln betreibt Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe und der Jugendhilfe in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen. In Methler gibt es seit 2015 ein Jugendhaus. Dort werden Kinder und Jugendliche aufgenommen, die von Jugendämtern dorthin verwiesen werden.