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Waffe bei Überfall auf Kaufland-Parkplatz war nur Spielzeugpistole

dzRäuber angeklagt

Am helllichten Tag stand plötzlich ein Mann mit Pistole vor einer Frau auf dem Kaufland-Parkplatz in Kamen. Die 73-Jährige war gerade dabei, ihre Einkäufe zu verstauen.

Kamen

, 12.02.2019 / Lesedauer: 2 min

Der mutmaßliche Täter, ein 57-jähriger Kamener, muss sich ab kommender Woche vor dem Landgericht Dortmund verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft Angeklagten vor, einen schweren Raub begangen zu haben. Am Mittag des 3. August 2018 soll der Kamener eine täuschend echt aussehende Spielzeugpistole gezückt und damit die Kundin bedroht haben. Was bisher nicht bekannt war: Der Mann soll die Frau vergebens aufgefordert haben, ihren Autoschlüssel herauszugeben. Als die Frau zu schreien begann, soll der 57-Jährige ihre Handtasche geraubt haben. Darin befanden sich unter anderem 80 Euro in Bar. Das Opfer des Überfalls blieb unverletzt und kam mit dem Schrecken davon.

Der Räuber flüchtete unmittelbar nach der Tat und wurde von der Frau als ungefähr 60 Jahre alt, circa 1,85 Meter groß mit ungepflegtem Erscheinungsbild beschrieben. Die Polizei konnte den Tatverdächtigen, der nach dem Raub zu Fuß in Richtung Hochstraße geflüchtet war, später ermitteln.

Der Strafprozess gegen den Kamener beginnt am 20. Februar am Landgericht Dortmund. Nach dem Prozessauftakt sind noch vier weitere Verhandlungsterminen angesetzt. Der Angeklagte sitzt derzeit in der Justizvollzugsanstalt in Dortmund ein und gilt als polizeibekannt.

Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft. In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

Bei dem Kamener gehen die Ermittler davon aus, dass er zur Tatzeit vermindert schuldfähig war. Sollte das Landgericht diese Einschätzung teilen, kann die zu erwartende Strafe gemildert werden.

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