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Sparkasse nimmt Abschied von der Kassenbox aus Glas

dzGeldautomat löst Kassierer ab

Die Sparkasse UnnaKamen schließt in der Kamener Hauptstelle am Willy-Brandt-Platz den Umbau des Kassenbereichs schneller als erwartet ab. Das örtliche Geldinstitut setzt dann voll und ganz auf den Geldautomaten. Statt bisher vier gibt es deren sechs.

Kamen

, 07.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Die Sparkasse UnnaKamen schließt in der Kamener Hauptstelle am Willy-Brandt-Platz den Umbau des Kassenbereichs schneller als erwartet ab. Den klassischen Kassenschalter mit der markanten Glasbox wird es ab Montag, 13. August, nicht mehr geben. Am Freitagnachmittag, 10. August, erfolgen vor Ort die letzten technischen Umstellungen. Das örtliche Geldinstitut setzt dann voll und ganz auf den Geldautomaten. Statt bisher vier gibt es deren sechs.

Keine Arbeit mehr für die Kassierer? Mitnichten, widerspricht Sparkassen-Sprecher Andreas Schlüter. Durch den Wechsel auf das sogenannte SB-Kassen-System würde kein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz verlieren. „Bei der Neuerung geht es einerseits um den Sicherheitsaspekt. Andererseits um rationale Bargeldhaltung und um Geschwindigkeit. Die Geldautomaten sind schneller, als wenn man das Geld vorzählen muss.“

Wer vom Willy-Brandt-Platz aus die Treppenstufen in der Hauptstelle erklimmt, wird auf der rechten Seite nun statt der Kassiererbox zwei neue Geldautomaten vorfinden. Jeweils zwei weitere gibt es in den Eingangsbereichen auf jeder Seite des Hauses, insgesamt also drei Zweier-Blocks, darunter ist jeweils ein Einzahlautomat für jene, die Geld auf ihr Konto zahlen wollen.

Der Kassierer hat dennoch nicht ausgedient, wie Sparkassensprecher Andreas Schlüter erläutert. Und zwar an der sogenannten Diskretionskasse, an der größere Bargeld-Geschäfte abgewickelt werden oder zuvor bestellte Fremdwährungen abgeholt werden können. Diese Kasse ist nicht neu, sondern nahezu unsichtbar, wie an ihrer Bezeichnung abzulesen ist.

Der Umbau der Bargeldhaltung betrifft nicht nur die Hauptstelle, sondern auch die Filialen in Heeren-Werve und Methler, wo das Kassengeschäft ebenso über die Geldautomaten abgewickelt wird. In der ehemaligen Filiale West im Technopark, die zum Selbstbedienungsstandort zurückgebaut wurde, ist das seit 2016 so. Am Standort der ehemaligen Filiale Süd, die ebenso aufgegeben wurde, gibt es ebenso noch einen SB-Bereich.

Die Abkehr vom bargeldlastigen Geschäft ist einerseits eine direkte Auswirkung des zunehmenden Online-Bankings, das zusätzlichen Kostendruck auf die stationären Bankhäuser verursacht hat. Andererseits ist es ein Teil des Modernisierungsprozesses, der mit der Fusion der Sparkassen Unna und Kamen im Jahr 2013 begonnen wurde.

Die Bankhäuser hatten sich aus mehreren Gründen zusammen geschlossen: Das historisch niedrige Zinsniveau, eine zunehmende Regulierungsdichte, zunehmende Digitalisierung und die Alterung der Erwerbsbevölkerung, was ab 2020 einen zunehmenden Mangel an Fachkräften erwarten lasse.

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