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Schnelles Netz in Kamen: Gewerbegebiete haben Vorrang vor Siedlungen

Breitbandausbau

Viele Kamener Haushalte werden wohl noch länger auf einen Glasfaseranschluss warten müssen. Im Wirtschaftsausschuss erklärte die Wirtschaftsförderin Ingelore Peppmeier, dass Gewerbegebiete Vorrang haben sollen.

Kamen

, 20.03.2019 / Lesedauer: 2 min
Schnelles Netz in Kamen: Gewerbegebiete haben Vorrang vor Siedlungen

Der Breitbandausbau soll zunächst vor allem in den Gewerbegebieten erfolgen. © Hans Joachim Eickmann

Die Stadt Kamen treibt den Breitbandausbau gemeinsam mit Bergkamen und Bönen voran. Im Wirtschaftsausschuss gab Ingelore Peppmeier einen Sachstandsbericht ab. Die Wirtschaftsförderin machte dabei deutlich, dass Gewerbegebiete Vorrang vor Siedlungsbereichen haben sollen.

Im Dezember hatte der Eigenbetrieb Breitband Bergkamen (BBB) nach einer EU-weiten Ausschreibung das Dienstleistungsunternehmen Helinet als Betreiber des Glasfasernetzes in den drei Kommunen gefunden und schließlich auch der Kamener Stadtrat grünes Licht gegeben.

Suche nach Projektplaner

Die Suche nach einem Betreiber ist aber nur ein Schritt auf dem langen Weg zum schnellen Internet. Nun geht es darum, einen Projektplaner zu finden. Peppmeier deutete an, dass der vor vielen Herausforderungen steht. „Hier gibt es eigentlich alles, was eine solche Planung erschweren kann: Autobahnen, Straßen, Wasserstraßen und Bahnverbindungen.“

Aktuell wird ein sogenanntes Markterkundungsverfahren durchgeführt. Erst nach dessen Abschluss kann der Eigenbetrieb einen Förderantrag stellen. Aber auch der will gut geplant sein. Die Städte Kamen, Bergkamen und Bönen werden eng miteinander abstimmen, wie der Förderantrag ausgestaltet sein soll. Die Ausschreibung des Planungsauftrags muss dann auch wieder europaweit erfolgen.

Kampf gegen „weiße Flecke“

Beim Kampf gegen die „weißen Flecke“ auf der Glasfaserkarte sollen die Gewerbegebiete Vorrang haben. „Sie genießen Priorität vor den Siedlungsbereichen“, erklärte Peppmeier. Der Hintergrund ist, dass den dort angesiedelten Unternehmen optimale Rahmenbedingungen geschaffen werden sollen, nicht zuletzt mit Blick auf die Gewerbesteuer, die ins Stadtsäckel fließt. Kamen will auch interessant für Neuansiedlungen sein - und da ist eine Infrastruktur mit optimaler Breitbandversorgung unverzichtbar.

Auch wenn die Siedlungsbereiche erst später an das Glasfasernetz angeschlossen werden, spielt diese Entwicklung schon jetzt eine Rolle. Wo immer Straßen aufgerissen werden oder Neubaugebiete entwickelt werden, werden Leerrohre verlegt. Damit können zukünftige Arbeit mit weniger Aufwand durchgeführt werden.

Telekom nutzt Übergangstechnologie

Derzeit führt die Telekom in mehreren Bereichen Arbeiten durch und verlegt Glasfaserkabel. Von Verzweigern werden die digitalen Ströme dann aber über Kupferleitungen in die Haushalte geliefert. Diese Vectoring-Technik hält Peppmeier für eine Übergangstechnologie.

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