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Post stellt Einladungsbrief zu - nach 18 Jahren zurück zum Absender in Kamen

dzRätselhafte Retoure

Ein Einladungsbrief zu einem Klavierkonzert ist nach 18 Jahren wieder beim Absender in Kamen gelandet. Die Post stellte Konzerthaus-Klavierbauer André Maiwald die rätselhafte Retoure zu.

Kamen, Dortmund

, 16.03.2019 / Lesedauer: 2 min

André Maiwald, Inhaber der gleichnamigen Piano- und Flügelgalerie im Konzerthaus Dortmund und im Technopark Kamen, fischte am vorigen Mittwochmorgen einen zerfledderten Umschlag aus seinem Firmenbriefkasten. Der Inhalt fiel ihm aus dem ramponierten Brief schon entgegen: eine Einladung zu einem Klavierkonzert mit Elena Margolina und Prof. Arnulf von Armin in Dortmund.

Post stellte Brief nach 18 Jahren dem Absender zu

Wenn eine Konzerteinladung beim Klavierbauer landet, ist das nichts Ungewöhnliches. Aber dieser Brief ist kurios: Denn erstens fand das Klavierkonzert bereits am 4. November 2001 statt und zweitens ist Maiwald der Absender der Einladung (Poststempel: 15.10.01). „Das heißt, dass diese Einladung nach 18 Jahren den Weg wieder zu uns gefunden hat“, sagt der 50-Jährige. „Wie auch immer, das bleibt das Geheimnis der Deutschen Post.“

Post stellt Einladungsbrief zu - nach 18 Jahren zurück zum Absender in Kamen

Retouren-Brief an André Maiwald, eingegangen nach seinen Angaben am 13. März 2019, abgestempelt am 15. Oktober 2001. © privat

An die Zeit des Konzerts kann sich der Konzertveranstalter noch erinnern. Die Eröffnung des Konzerthauses Dortmund rückte näher, und Maiwald wollte seine Steinway-Flügel in dem Kulturtempel unterbringen. In der Deutschen Arbeitsschutz-Ausstellung (Dasa) in Dortmund veranstaltete er ein Benefizkonzert zugunsten der Konzerthaus-Gesellschaft („Eintritt: 35,- DM“).

Der Schlussakkord ist nun seit 18 Jahren verklungen, und Maiwald wüsste brennend gern, welchen Irrweg der Brief seitdem genommen hat. Der Name der Empfängerin Gerda Palme sagt ihm überhaupt nichts mehr, sodass eine Nachfrage ausgeschlossen ist, ob sie jemals von dem Konzert erfahren hat. „Ich weiß gar nicht, ob sie noch lebt“, sagt der 50-Jährige.

Post hält es für unwahrscheinlich, dass der Brief bei ihr liegen blieb

Auch Rainer Ernzer möchte das Rätsel der vielleicht lang gelaufenen Einladungspost lösen. „Es ist fast unmöglich, dass der Brief all die Jahre bei uns lag“, meint der Sprecher der Deutschen Post und kündigt Nachforschungen an. Unklar ist, ob es einen Zusammenhang mit einem säumigen Postboten gibt, der stapelweise Sendungen in einer privaten Garage in Bergkamen hortete.

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